Liveticker Ukraine-Krieg: Habeck will bei Stopp von russischem Gas Industrie abschalten

Liveticker Ukraine-Krieg: Mehrere Hundert Asow-Kämpfer in DVR getötet

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.

Liveticker Ukraine-Krieg: Habeck will bei Stopp von russischem Gas Industrie abschalten

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Habeck will bei Stopp von russischem Gas Industrie abschaltenQuelle: Gettyimages.ru © Markus Scholz/picture alliance via Getty Images
  • 12.06.2023 17:59 Uhr

    17:59 Uhr

    Habeck: Ohne russisches Gas müssen wir unsere Industrie abschalten

    Deutschland könnte gezwungen sein, Industriekapazitäten abzubauen oder sogar abzuschalten, wenn das Gas-Transitabkommen zwischen der Ukraine und Russland nicht verlängert werde. Dieses soll Ende nächsten Jahres auslaufen, so Wirtschaftsminister Robert Habeck. Bloomberg zitiert Habeck wörtlich:

    „Würde das russische Gas nicht in dem Maße, wie es noch immer durch die Ukraine fließt, nach Osteuropa kommen, gilt, was europäisch verabredet wurde: Bevor die Leute dort frieren, müssten wir unsere Industrie drosseln oder gar abschalten.“

    Habeck warnte am Montag auf einer Wirtschaftskonferenz in Ostdeutschland in Bad Saarow davor, „nicht noch einmal denselben Fehler zu begehen“ und davon auszugehen, dass die Wirtschaft ohne Sicherung der Energieversorgung nicht beeinträchtigt werde.

  • 17:32 Uhr

    Ukrainisches Militär erleidet Verluste an Personal und Ausrüstung durch russische Luftangriffe

    Alexander Sawtschuk, Leiter des Pressezentrums der russischen Truppengruppierung Mitte, hat erklärt, dass das russische Militär im Frontabschnitt Krasny Liman die Bewegung eines Zuges von Schützenpanzern der 67. Mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte aufgedeckt habe. Infolge des Luftangriffs erlitten die ukrainischen Soldaten erhebliche Verluste an Personal und Ausrüstung.

    Russische Artilleristen zerstörten eine Haubitze D-30, drei Stellungen von 120-mm-Mörsern und ein Munitionsversorgungsfahrzeug der ukrainischen Streitkräfte. Die russischen Luftabwehrkräfte ihrerseits eliminierten eine HIMARS-Rakete und eine ukrainische Drohne vom Typ Leleka-100. Außerdem vernichtete das russische Militär einen ukrainischen Stützpunkt mit einem schweren Raketenwerfersystem vom Typ Solnzepjok.

  • 16:53 Uhr

    Mehrere Verletzte in Donezk nach ukrainischem Beschuss gemeldet

    Ukrainische Einheiten haben den Stadtbezirk Kiewski in der Stadt Donezk beschossen. Der Bürgermeister der Stadt, Alexei Kulemsin, schrieb auf seinem Telegram-Kanal, dass das Bahnhofsgelände unter Beschuss geraten sei. Zudem gab er bekannt, dass eine im Jahr 2001 geborene Frau getötet wurden sei. Mindestens drei weitere Menschen seien verletzt worden. Kulemsin fügte hinzu:

    „Zum Glück wurde die in den sozialen Medien verbreiteten Informationen über ein verletztes zweijähriges Kind nicht bestätigt: Es ist in Ordnung und wurde von seiner Tante abgeholt.“

    Die russische Nachrichtenagentur TASS veröffentlichte ein Video, in dem die Folgen des ukrainischen Beschusses von der Stadt Donezk zu sehen sind.

  • 16:20 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, beschrieb in seinem täglichen Briefing die Fortschritte der russischen militärischen Sonderoperation in der Ukraine. Er sagte, die russischen Streitkräfte hätten heute Nacht ukrainische Militärreserven mit seegestützten Präzisionswaffen mit großer Reichweite angegriffen. Die bezeichneten Einrichtungen seien getroffen worden und das Ziel des Angriffs sei erreicht worden.

    Konaschenkow sagte auch, dass die ukrainischen Streitkräfte in den vergangenen 24 Stunden weitere Offensivversuche im Frontabschnitt Süd-Donezk und anderen Teilen der Front unternommen haben. Infolge der Aktionen des russischen Militärs erlitten die ukrainischen Soldaten schwere Verluste und konnten ihre Ziele nicht erreichen. Im Laufe des Tages seien mehr als 615 ukrainische Soldaten getötet und sieben Panzer, 13 gepanzerte Kampffahrzeuge, zwölf Fahrzeuge, zwei Panzerhaubitzen Akazie, eine Panzerhaubitze Gwosdika, vier Haubitzen D-30 und eine Haubitze D-20 zerstört. Darüber hinaus seien mehrere ukrainische Munitionsdepots zerstört worden.

    Die russische Luftwaffe, die Raketentruppen und die Artillerie trafen 96 Artillerieeinheiten in Feuerstellungen, Personal und militärische Ausrüstung in 102 Gebieten. Außerdem sei eine ukrainische Radarstation des Boden-Luft-Raketensystems S-300 zerstört worden.

    Konaschenkow fügte hinzu, dass die russischen Luftabwehrkräfte innerhalb von 24 Stunden acht unbemannte ukrainische Luftfahrzeuge zerstört hätten. Zudem sei eine ukrainische taktische Rakete vom Typ Totschka-U abgefangen worden.

    Seit Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine seien insgesamt 442 Flugzeuge, 238 Hubschrauber, 4.579 unbemannte Luftfahrzeuge, 426 Boden-Luft-Raketensysteme, 9.915 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.122 Mehrfachraketenwerfer, 5.093 Feldartilleriegeschütze und Mörser sowie 1.905 militärische Spezialfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte zerstört worden.

  • 15:44 Uhr

    Ex-Ministerpräsident der Slowakei: Waffenbestände Europas sind erschöpft

    Waffenbestände in ganz Europa sind wegen der Hilfe für die Ukraine erschöpft. Es wird fünf bis zehn Jahre dauern, die Bestände wieder aufzufüllen. Dies erklärte der ehemalige Ministerpräsident der Slowakei und Vorsitzende der sozialdemokratischen Partei „Hlas – sociálna demokracia“ (Deutsch: Stimme – Sozialdemokratie), Peter Pellegrini, laut Pravda.

    Pellegrini fügte hinzu, dass Bratislava nicht mehr in der Lage sein werde, Kiew wesentlich zu helfen, da es seine Ressourcen erschöpft habe.

  • 15:09 Uhr

    Selenskij unterzeichnet Gesetz zur Verlegung des Tags des Sieges auf den 8. Mai

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat das Gesetz zur Verlegung des Tages des Sieges vom 9. Mai auf den 8. Mai unterzeichnet, wie auf der Webseite der ukrainischen Werchowna Rada zu lesen ist.

    Zuvor hatte eine Gruppe von Abgeordneten einen Gesetzentwurf in das ukrainische Parlament eingebracht, der die Abschaffung der Feierlichkeiten zum 8. März, zum 1. Mai und zum Tag des Sieges in der Ukraine vorsieht. Sie sind überzeugt, dass nur der „Tag der Erinnerung und Versöhnung“, der am 8. Mai begangen wird, gefeiert werden sollte. Wie der ukrainische Abgeordnete Jaroslaw Schelesnjak am 29. Mai berichtete, hat das ukrainische Parlament einen Gesetzentwurf unterstützt, der den 8. Mai als Tag des Gedenkens und des Sieges über den Nationalsozialismus festlegt. In der auf der Webseite der Werchowna Rada veröffentlichten Karte des Gesetzentwurfs heißt es:

    „Der Gesetzentwurf über den ‚Tag des Gedenkens und des Sieges über den Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg 1939–1945 wurde mit der Unterschrift des Präsidenten der Ukraine am 12.06.2023 zurückgegeben.“

    In der Erläuterung des Gesetzentwurfs heißt es, dass „die Ukraine als integraler Bestandteil der großen europäischen Familie den Tag des Sieges über den Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg 1939–1945 zusammen mit ganz Europa und der gesamten zivilisierten demokratischen Welt genau am 8. Mai begehen sollte, um die historische Wahrheit und Gerechtigkeit wiederherzustellen“.

  • 14:19 Uhr

    Russisches Militär startet einen Gegenangriff in der Nähe des Wremewski-Vorsprungs

    Die russischen Streitkräfte haben in der Nähe des Wremewski-Vorsprungs (Grenzgebiet zwischen DVR und Saporoschje) einen Gegenangriff gestartet, wie der Leiter der Saporoschje-Bürgerbewegung „Wir sind mit Russland zusammen“, Wladimir Rogow, gegenüber dem Radiosender Komsomolskaja Prawda erklärte. Er sagte:

    „Im Moment hat ein Gegenangriff vonseiten unserer Jungs begonnen – die 127. Division geht in die Schlacht und stößt vor. Sie arbeiten in Richtung Neskutschnoje, um den Feind von Makarowka aus zu vernichten. Und die reaktive und mittelschwere Artillerie schlägt deutlich auf die Stellungen des Feindes ein. Für die Nazis ist es dort jetzt die Hölle auf Erden, das ist keine Übertreibung.“

    Bereits am Montag hatte Rogow berichtet, dass die schweren Kämpfe in der Nähe des Wremewski-Vorsprungs weitergehen und die ukrainischen Truppen die Dörfer Neskutschnoje und Makarowka in der dortigen Grauzone im Tiefland unter ihre Kontrolle gebracht haben.

  • 13:42 Uhr

    „Mama, ich bin zu Hause!“ – 94 russische Soldaten durch Gefangenenaustausch befreit

    Das russische Verteidigungsministerium hat am Sonntag die Rückkehr von 94 russischen Soldaten aus ukrainischer Kriegsgefangenschaft bekannt gegeben. Zuvor war ein Gefangenenaustausch mit der Ukraine erfolgreich durchgeführt worden. Die Soldaten nahmen die Botschaft von ihrer Rückkehr nach Russland ungläubig und mit großer Freude auf.

    Der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrei Jermak, teilte seinerseits auf Telegram mit, dass im Gegenzug „95 Angehörige der Streitkräfte, der Nationalgarde und des Grenzschutzes“ freigelassen worden seien.

  • 13:03 Uhr

    Truppenverband Süd: Russisches Militär wehrt ukrainische Angriffe in mehreren Frontabschnitten ab

    Wadim Astafjew, Leiter des Pressezentrums der russischen Militärgruppierung Süd, hat den Verlauf der russischen militärischen Sonderoperation in der Ukraine beschrieben. Das russische Militär habe einen Aufklärungsversuch der ukrainischen Streitkräfte im Frontabschnitt Lissitschansk vereitelt, und ein Angriff einer ukrainischen Angriffsgruppe in Richtung Soledar-Artjomowsk sei erfolgreich abgewehrt worden.

    Die russische Artillerie zerstörte 120-mm-Mörserstellungen der ukrainischen Streitkräfte in den Gebieten Belogorowka, Chromowo und Druschba. Ein großkalibriger Tulpan-Panzermörser wurde eingesetzt, um ein Munitionsdepot und Verteidigungsstellungen der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe von Belogorowka zu treffen.

    Im Gebiet des Dorfes Druschba beschoss das russische Militär ein Versteck der Einheiten der 24. mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte. Außerdem sei ein Munitionsdepot der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe von Krasnogorowka zerstört worden. Ein ukrainischer Schützenpanzer und ein Pickup seien in der Nähe des Dorfes Krasnoje zerstört worden.

    Russische Luftabwehreinheiten schossen mit Osa-AKM-Boden-Luft-Raketensystemen ukrainische unbemannte Luftfahrzeuge ab: die Leleka-100 im Frontabschnitt Awdejewka und die Furia im Frontabschnitt Marjinka.

  • 12:19 Uhr

    Raytheon plant Lieferung von fünf Patriot-Flugabwehrraketensystemen in die Ukraine

    Der US-Rüstungshersteller Raytheon plant, bis Ende 2024 fünf Patriot-Boden-Luft-Raketensysteme an die Ukraine zu liefern. Dies berichtete die Zeitung The Wall Street Journal unter Berufung auf den Chef des Unternehmens, Gregory Hayes.

    Hayes zufolge werde Raytheon die Produktion von Patriot-Systemen auf zwölf Einheiten pro Jahr erhöhen und plane, die fünf Boden-Luft-Raketensysteme bis Ende nächsten Jahres in die Ukraine zu liefern. Der Chef des Unternehmens fügte hinzu:

    „Wir sind von deren Effektivität sehr überrascht.“

    Zusammen mit anderen Luftabwehrsystemen würden die Patriots bis zu 90 Prozent der ankommenden Bedrohungen in der Ukraine abfangen, so Hayes. Er behauptete zudem, dass die Ukraine Änderungen an der Patriot-Software vorgenommen habe und die Raketensysteme nun in der Lage seien, Hyperschallraketen zu verfolgen und zu zerstören. Derartige Raketen fliegen in der Regel doppelt so schnell wie die Geschosse, für die das Patriot-System entwickelt wurde.

    Wie die Zeitung weiter schrieb, verfüge die Ukraine aktuell über zwei komplette Patriot-Systeme, zu denen eine Abschussvorrichtung, ein Radar und eine Kontrollstation gehörten.

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