Frankreich heizt Kriegsspirale an: Generalstab meldet Vorbereitung auf „schwierigste Gefechte“

Frankreich heizt Kriegsspirale an: Generalstab meldet Vorbereitung auf „schwierigste Gefechte“

Der französische General Pierre Schill kündigte die Vorbereitung auf die schwierigsten Gefechte an. Der hochrangige Offizier beschrieb die Strategie des Generalstabs mit dem Satz „Si vis pacem para bellum“, auf Deutsch: „Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor.“

Frankreich heizt Kriegsspirale an: Generalstab meldet Vorbereitung auf „schwierigste Gefechte“

 

Der französische General Pierre Schill kündigte die Vorbereitung auf die schwierigsten Gefechte an. Der hochrangige Offizier beschrieb die Strategie des Generalstabs mit dem Satz „Si vis pacem para bellum“, auf Deutsch: „Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor.“
Quelle: AFP © Thibaud MORITZ

Frankreichs Kriegsrhetorik wird immer lauter. In einem Artikel für Le Monde hat der Generalstabschef der französischen Armee, General Pierre Schill, erklärt, Frankreich sei nicht immun gegen die Spannungen, die sich auf der Welt manifestierten, die Republik habe Verpflichtungen gegenüber Ländern, die ernsthaft bedroht seien. Der General weiter:

„Um sich gegen Angriffe zu verteidigen und die Interessen zu schützen, bereitet sich die französische Armee auf die schwierigsten Schlachten vor.“

Ferner zitierte Schill das lateinische Sprichwort „Si vis pacem para bellum“, das auf Deutsch wie folgt lautet: „Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor.“ Der General analysierte kurz die Entwicklungen auf der Welt und im militärischen Bereich. Seiner Ansicht nach haben sich die internationalen Regeln gelockert, die bewaffnete Gewalt hat sich ausgeweitet, und die Fantasien von einer modernen Kriegsführung, die dank der technologischen Fortschritte vollständig aus der Ferne betrieben werden könne, haben sich völlig verflüchtigt.

Neue Formen der Kriegsführung kämen demnach zu den traditionellen hinzu, ohne sie zu ersetzen: Die elektronische Kriegsführung habe den Nahkampf in den Schützengräben nicht ersetzt, Artillerieduelle stünden neben Cyberangriffen, Informationsmanipulationen würden mit städtischen Häuserkämpfen kombiniert, und teure Raketen würden neben billigen Drohnen eingesetzt.

Die aktuellen Konflikte zwängen dazu, den Begriff „Streitkräftegröße“ zu überdenken, denn die Zeiten, in denen man mit 300 Soldaten den Lauf der Geschichte verändern konnte, seien vorbei, so der General.

Schill wies auch darauf hin, dass es keine „kleinen Kriege“ mehr gibt, da vielen Kräften weltweit fortschrittliche Technologien zur Verfügung stehen, wie etwa den Huthis, die die Schifffahrt im Roten Meer mit Hightech-Anti-Schiff-Raketen stören.

Im Februar hatte der französische Präsident Emmanuel Macron die Entsendung eines westlichen Kontingents in die Ukraine nicht ausgeschlossen, und im März räumte er ein, dass die Armee der Republik notfalls eine Bodenoperation gegen die russischen Streitkräfte durchführen könnte.

Wie Le Monde enthüllte, habe Macron zudem bei einer Veranstaltung hinter verschlossenen Türen gesagt: „Auf jeden Fall werde ich im kommenden Jahr einige Leute nach Odessa schicken müssen.“ Nach Angaben der Zeitung arbeitet Paris seit letztem Sommer an einem Plan, französische Militärangehörige nach Odessa zu schicken.

Moskau verfolge die Äußerungen des französischen Präsidenten zum Konflikt in der Ukraine, versicherte der Kreml. Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR Sergei Naryschkin gab am 19. März bekannt, dass der russischen Seite die Information vorliegt, dass Frankreich bereits die Entsendung eines Militärkontingents in die Ukraine vorbereitet, das zunächst rund 2.000 Mann umfassen soll.

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