Quadriga-Kriegsspiele in Europa: Wie sich die Bundeswehr auf möglichen Russland-Angriff vorbereitet von Jürgen Wagner

Quadriga-Kriegsspiele in Europa: Wie sich die Bundeswehr auf möglichen Russland-Angriff vorbereitet

Es geht beim Manöver um die schnelle Truppenverlegung an die russische Grenze. In einem „Geheimpapier“ werden Szenarien durchgespielt. Was steckt dahinter?

Quadriga-Kriegsspiele in Europa: Wie sich die Bundeswehr auf möglichen Russland-Angriff vorbereitet

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Bei der Übungsserie Iron Wolf in Litauen trainieren deutsche Soldatinnen und Soldaten gemeinsam mit Nato-Partnern und litauischen Streitkräfte. Bild: Tomas Vlach, Bundeswehr

Es geht beim Manöver um die schnelle Truppenverlegung an die russische Grenze. In einem „Geheimpapier“ werden Szenarien durchgespielt. Was steckt dahinter?

Aktuell macht in den Medien ein „Geheimpapier“ der Bundeswehr die Runde, dem ein Szenario zugrunde liegt, in dem mit massiven Truppenverlegungen auf einen – aus Nato-Sicht – möglicherweise bevorstehenden russischen Angriff reagiert wird. Generell wird der raschen Verlegung von Soldat:innen und Material an die Grenzen Russlands inzwischen große Bedeutung beigemessen.

Mehrere Monate Krieg spielen

Bereits auf dem Nato-Gipfel im Juni 2022 beschloss die Nato die diesbezüglichen Zielgrößen, die nun auch die Grundlage für das aktuell diskutierte Bundeswehr-Papier bilden, massiv nach oben zu schrauben. Vor allem logistisch stellt dies eine enorme Herausforderung dar, wobei Deutschland und die Bundeswehr eine zentrale Rolle spielen.

Unter anderem mit „Steadfast Defender“, dem größten Nato-Manöver seit dem vermeintlichen Ende des Kalten Krieges, sollen deshalb die diesbezüglichen Abläufe eingeübt werden. Im Zusammenhang damit will die Bundeswehr zwischen Februar und Mai 2024 in den Quadriga-Manövern mehrere Monate lang ebenfalls die schnelle Verlegung von Truppen und Material erproben. In der Süddeutsche Zeitung heißt es dazu am 14. November 2023:

[Nun] soll der Ernstfall im großen Maßstab geübt werden – bis zu 40.000 Soldaten sollen zur Nato-Großübung ‚Steadfast Defender‘ allein aus den USA kommen – Teil des Manövers ist auch die von Deutschland organisierte Übung „Quadriga“. Damit will die Bundeswehr den raschen Aufmarsch an die Nato-Ostflanke trainieren. […]

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) spricht inzwischen davon, dass Deutschland wieder „kriegstüchtig“ werden müsse. Für die Formulierung hat er Kritik auch aus den eigenen Reihen bekommen. Wie das dann aussehen und wie es sich im bundesdeutschen Alltag auswirken wird, soll die Großübung „Quadriga“ zeigen. Viel Militär wird dann auf der Straße zu sehen sein, lange Kolonnen mit Bewaffneten und Panzern, eben wie einst im Kalten Krieg. „Zeitenwende zum Anfassen“ nennen sie das im Verteidigungsministerium. Weiterlesen bei telepolis.de

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