Deutsch-jüdischer Schriftsteller beklagt Deutschlands bedingungslose Unterstützung für Israel

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Deborah Feldman während der Fernsehsendung „Markus Lanz“ am 28. Januar 2020 in Hamburg, Deutschland [Tristar Media/Getty Images]

Deutsch-jüdischer Schriftsteller beklagt Deutschlands bedingungslose Unterstützung für Israel

21. November 2023

Eine bekannte deutsch-amerikanische Schriftstellerin jüdischer Herkunft kritisierte am Dienstag die bedingungslose Unterstützung Deutschlands für Israel und forderte Berlin auf, seine Politik gegenüber dem jüdischen Staat zu überdenken, berichtet die Anadolu Agency.

Deutschland müsse seine bedingungslose Solidarität mit der israelischen Regierung „überdenken“, sagte Deborah Feldman in einem Interview mit der in München erscheinenden „Süddeutschen Zeitung“.

Als scharfe Kritikerin des israelischen Krieges gegen den Gazastreifen warf Feldman der deutschen Regierung vor, sie versuche, deutsch-jüdische Kritiker des jüdischen Staates zum Schweigen zu bringen, indem sie sie „diskreditiere“.

Ich finde es jetzt

erschreckend, wie stark die Bundesregierung Stimmung gegen diejenigen macht, die für den Frieden und nicht gegen die Zerstörung des Gazastreifens sind

fügte sie hinzu.

Feldman sagte auch, sie sei nicht einverstanden mit der Aussage von Bundeskanzler Olaf Scholz, dass Israels militärische Aktionen nicht gegen internationales Recht verstoßen.

Es gibt so viele Stimmen in Israel, die diese Gewalt eindeutig als übertrieben und unverhältnismäßig ansehen. Der Entzug von Wasser ist völkerrechtswidrig. Die Vertreibung verstößt gegen das Völkerrecht. Die Inkaufnahme von zivilen Opfern ist völkerrechtswidrig. Ich weiß nicht, welche Völkerrechtler (Bundeskanzler) Olaf Scholz konsultiert hat

sagte sie.

Jüdische Intellektuelle aus Deutschland haben eine führende Rolle im Widerstand gegen die bedingungslose Unterstützung Israels durch Berlin übernommen.

Im vergangenen Monat kritisierten mehr als 100 deutsch-jüdische Intellektuelle das teilweise Verbot von pro-palästinensischen Demonstrationen in mehreren deutschen Städten, darunter auch Berlin.

Die Polizei hat keine glaubwürdige Rechtfertigung für diese Entscheidungen geliefert. Nahezu alle Absagen, einschließlich derjenigen, die von jüdischen Gruppen organisierte Versammlungen untersagten, wurden von der Polizei unter anderem mit der „unmittelbaren Gefahr“ von „hetzerischen, antisemitischen Rufen“ begründet, so die Intellektuellen in einem Schreiben.

Sie betonten, dass diese Angriffe dazu dienten, „legitime und gewaltfreie politische Äußerungen zu unterdrücken, die auch Kritik an Israel beinhalten können“.
Übersetzt mit Deepl.com

1 Kommentar zu Deutsch-jüdischer Schriftsteller beklagt Deutschlands bedingungslose Unterstützung für Israel

  1. Frau Feldmann hat brillant argumentiert.
    Ich fand es erbärmlich, wie sich ein saturierter Kipaträger angesichts des Elends in Gaza bitterlich darüber beklagte,daß er beim Frühstück mit seiner Frau im „Shalom“ von der Polizei bewacht werden musste.
    Ein derartiges Verhalten kann nur den Antizionismus fördern.

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