Israel will Psychoprogramm für aus Gaza zurückkehrende Soldaten schaffen

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Israel will Psychoprogramm für aus Gaza zurückkehrende Soldaten schaffen

  1. Dezember 2023

Die israelische Zeitung Yedioth Ahronoth berichtete am Sonntag, dass die Rehabilitationsabteilung der israelischen Besatzungsarmee ein Programm zur Unterstützung von Soldaten einrichten wird, die infolge des Gaza-Krieges an „psychischen Störungen“ leiden. Unter Berufung auf Beamte des Ministeriums heißt es in dem Bericht, dass Teams aus Krankenschwestern und Psychiatern, gebildet werden, die fähig sind, mit „Selbstmordtendenzen“ umzugehen, um Soldaten, die unter psychischen Störungen leiden, zu untersuchen.

Laut dem Medienunternehmen fordert der Krieg im Gazastreifen „einen unerträglichen und kostspieligen Tribut an Menschenleben, körperlichen Verletzungen und psychischen Störungen, insbesondere bei behinderten Soldaten“.

Der israelische Fernsehsender Channel 12 enthüllte am vergangenen Freitag, dass 3.000 israelische Soldaten, die infolge der fortdauernden israelischen Aggression gegen den Gazastreifen verwundet wurden, als „dauerhaft behindert in der Armee“ eingestuft worden sind.

Die Rehabilitationsabteilung nimmt derzeit täglich 60 neue verwundete Soldaten der Sicherheits- und Reservekräfte auf, außer den Angehörigen der regulären Armee, so der Nachrichtensender. In der Zwischenzeit werden über 2.000 Soldaten, die als behindert eingestuft und vom israelischen Sicherheitsministerium betreut werden, zusammen mit 1.000 Soldaten der regulären Streitkräfte vom Militär behandelt, hieß es weiter.

Seit Beginn des Krieges gegen den Gazastreifen am 7. Oktober hat sich die Zahl der verwundeten Besatzungssoldaten bis zum 9. Dezember auf 5.000 erhöht.

Maariv ging ebenfalls auf das Thema ein und enthüllte, dass israelische Soldaten, insbesondere Reservisten, aufgrund des Krieges psychisch und physisch leiden. Unter anderem berichtet die Zeitung, dass die Truppen unter „Trauer und Kummer“ leiden, die sich bei den Soldaten auf verschiedene Weise bemerkbar machen, z. B. durch Schlafstörungen, Atemprobleme und Appetitlosigkeit.

Während sich der palästinensische Widerstand durch die Reihen der eindringenden israelischen Soldaten im Gazastreifen kämpft, wächst bei den israelischen Behörden nicht nur die Sorge über die Erfolgsaussichten der Bodeninvasion, sondern auch über die zunehmenden Verluste.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu räumte am Sonntag ein, dass der Gazastreifen den Besatzungstruppen einen „sehr hohen Tribut“ abverlangt. Mit Blick auf die 15 Soldaten, die am Freitag bei Kämpfen mit dem Widerstand im Gazastreifen getötet wurden, sagte Netanjahu: „Dies ist ein schwieriger Morgen, nach einem sehr schwierigen Tag der Kämpfe im Gazastreifen.“

„Damit das klar ist: Dies wird ein langer Krieg sein… [bis] die Hamas eliminiert ist und wir die Sicherheit sowohl im Norden [Hisbollah] als auch im Süden wiederherstellen“, und er fügte hinzu, „wir haben keine andere Wahl, als weiter zu kämpfen.“

Siehe dazu auch kurzes Video (englische Untertitel):
Israelischer Soldat bricht im Knesset zusammen
https://www.youtube.com/watch?v=X7PD1q3Y4xk

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