Krieg gegen Gaza: Ehemaliger französischer Präsident Hollande nennt Gaza-Tote  „Kollateralopfer“

Former French president Hollande calls Gaza dead ‚collateral victims‘

Francois Hollande made the statement during an event remembering French-Israelis killed on 7 October, after he was asked if there is a double standard with those killed in Gaza

Der ehemalige französische Präsident Francois Hollande auf einem Foto von Anfang des Jahres (AFP)

Francois Hollande äußerte sich während einer Veranstaltung zum Gedenken an die am 7. Oktober getöteten französisch-israelischen Soldaten, nachdem er gefragt worden war, ob mit den in Gaza Getöteten mit zweierlei Maß gemessen werde

Krieg gegen Gaza: Ehemaliger französischer Präsident Hollande nennt Gaza-Tote  „Kollateralopfer“
Von MEE-Mitarbeitern

8. Februar 2024

Frankreichs ehemaliger Präsident Francois Hollande hat französische Staatsbürger, die im Gazastreifen getötet wurden, während einer Veranstaltung zum Gedenken an die am 7. Oktober in Israel getöteten Menschen als „Kollateralopfer“ bezeichnet.

Die Äußerungen erfolgten am Mittwoch während einer Zeremonie in Paris, nachdem ein Journalist die Frage gestellt hatte, ob bei der Reaktion auf die Tötungen in Israel und in Gaza mit zweierlei Maß gemessen werde und ob letztere auch eine Ehrung verdienten.

In einer weit verbreiteten Antwort sagte Hollande: „Es kann nicht dieselbe Ehrung sein. Ein Leben ist ein Leben und ein Leben ist gleichwertig mit einem anderen, aber es gibt Opfer des Terrorismus und Opfer des Krieges. Ein Opfer des Terrorismus zu sein bedeutet, als Franzose oder als Verteidiger einer Lebensweise angegriffen zu werden. Als Kollateralopfer ist man im Krieg… das ist nicht dasselbe.“

Die Äußerungen haben eine Gegenreaktion ausgelöst, da einige sie als Beispiel für Doppelmoral und Unsensibilität bezeichneten.

„Nicht nur er, dieselben Elemente der Sprache werden heute in allen französischen Medien verbreitet. Es ist ekelhaft… Die französische Politik und die Medien sind leider seit einiger Zeit von einer pro-israelischen Lobby beeinflusst, und es wird jeden Tag schlimmer“, schrieb eine Person als Reaktion auf das Video auf X.

„Trotz der Grausamkeit des Krieges, zeigt er die Wahrheit über die Menschen auf. Der Gaza-Krieg hat die Mentalität vieler westlicher Politiker entlarvt und ihren Rassismus und ihre Minderwertigkeitskomplexe gegenüber den Palästinensern offenbart“, so ein anderer.

Im Dezember sagte der UN-Kommissar Volker Turk, dass die Tötung von Zivilisten in Gaza nicht als „Kollateralschaden“ abgetan werden könne.

Der französische Präsident Emmanuel Macron war gemeinsam mit seinem Vorgänger Hollande Gastgeber der Veranstaltung, die vier Monate nach dem Angriff auf den Süden Israels stattfand.

„Diejenigen, die aus Hass töten, werden mit denen konfrontiert, die bereit sind, für die Liebe zu sterben. Die französischen Bürger, die am 7. Oktober ums Leben kamen, wurden nicht alle auf französischem Boden geboren und starben nicht unter französischem Himmel, aber sie alle hatten Frankreich in ihrem Inneren verankert“, sagte er.

Der Krieg gegen den Gazastreifen begann am 7. Oktober nach einem von der Hamas geführten Angriff auf Israel, bei dem mindestens 1.140 Menschen getötet wurden.

Als Reaktion darauf hat Israel eine Militäraktion im Gazastreifen gestartet, der nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums bisher mindestens 27.700 Menschen zum Opfer gefallen sind.

Der Gazastreifen wurde in eine tiefe humanitäre Krise gestürzt, nachdem Israel am 9. Oktober die Versorgung des belagerten Streifens mit Treibstoff, Strom, Hilfsgütern, Wasser und Lebensmitteln eingestellt hatte.
Übersetzt mit Deepl.com

1 Kommentar zu Krieg gegen Gaza: Ehemaliger französischer Präsident Hollande nennt Gaza-Tote  „Kollateralopfer“

  1. Dies – die Aussagen des ehemaligen französischen Präsident Hollande – ist nur die Vorstufe der zu erwartenden Propaganda bei der Münchener Sicherheitskonfenz kommende Woche. Wie heute mehrere Medien berichteten, wird neben dem ukrainischen Präsidenten auch Israels Präsident und aller Voraussicht nach auch Benjamin Netanjahu erwartet, letzterer bringt offenbar einige seiner rechtsextremen Minister mit nach Bayern (sicher werden insbesondere letztere von unseren PolitikerInnen und Medienvertretern hofiert). Bin schon jetzt gepannt, ob unsere Medien wenistens den Mut aufbringen, die zu erwartende Propaganda zur Vertreibung der Palästinenser aus dem Gaza widerzugeben, oder werden wir eher ein Lügengebälk erleben, um diese menschenverachtende Poltik des jüdischen Staates reinzuwaschen, bzw. zu rechtfertigen?

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