Emran Feroz Vom Westen nichts Neues

Emran Feroz ist es gelungen eine so spannende Biografie seines aufregenden Lebens zu schreiben, dass man von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt ist von diesen „Mannes zwischen den Welten“. Gerade eines der letzten Kapitel, „Mit zweierlei Maß“, ist mir sehr nahe gegangen. Wenn westliche Journalisten , sich in ihrem unverhohlenen Rassismus erdreisten zu schreiben: Die Ukraine sei keine „Dritte Welt“ Land oder nicht „Irak“ oder „Afghanistan“, sondern vor allem „europäisch“ und „zivilisiert“. Dieses kolniale Herrschaftsdenken zieht sich durch westliche Medien und Politik. Wie der Autor sein  muslimisches Leben schildert, zwischen Alpen und Hindukusch ist meisterhaft und fesselnd. Evelyn Hecht-Galinski

Feroz, Emran | Vom Westen nichts Neues

Ein muslimisches Leben zwischen Alpen und Hindukusch. 2024. 978-3-406-80761-9. Emran Feroz ist der Afghane aus Tirol, der heute in Deutschland lebt. Er bewegt sich seit seiner Kin…

Feroz, Emran

Vom Westen nichts Neues

Ein muslimisches Leben zwischen Alpen und Hindukusch.

Emran Feroz ist der Afghane aus Tirol, der heute in Deutschland lebt. Er bewegt sich seit seiner Kindheit zwischen den Welten. In seinem Buch erzählt Feroz die ganz besondere Geschichte eines Lebens zwischen Alpen und Hindukusch – und entschlüsselt die gefährlichen Klischees des Westens über die muslimische Welt.

Feroz’ Vater kam Ende der 1970er mit dem Bus aus Kabul nach Europa. Eigentlich wollte er dort nur studieren und im Anschluss wieder nach Afghanistan zurückkehren. Doch dann marschierten die Sowjets in seiner Heimat ein, und so blieb Vater Feroz in Tirol: der erste Afghane, den das Land sah. Sein Sohn Emran wuchs in den 90ern in Innsbruck auf. Dass er die Landeshymne auswendig konnte und Tiroler Dialekt sprach, reichte nicht aus, um anerkannt zu werden. Während seine türkischen und kroatischen Schulfreunde in den Sommerferien Heimaturlaub machten, herrschte in Afghanistan Krieg, der die Familie Feroz stets einholte. Und nach 9/11 wurde aus dem Tiroler Emran auf einmal der verdächtige Afghane und potenzielle Terrorist. Jahre später entdeckte er als Journalist und Menschenrechtsaktivist jenes Land, das laut den Zuschreibungen anderer seine Heimat sein sollte, und gewann dadurch einen neuen, kritischen Blick auf den Westen. In seinem Buch blickt Emran Feroz auf seine Tiroler Kindheit zurück, erzählt die Geschichte seiner vielfältigen Familie und seines politischen Erwachsenwerdens– und entlarvt den Rassismus des Westens im Umgang mit der muslimischen Welt. Die abermalige Machtübernahme der Taliban in Kabul und der neue Gaza-Krieg vertiefen dabei eine Kluft, die nur ein echter Brückenbauer zu überwinden weiß.

Broschur 18,00 €

e-Book 12,99 €

Details

978-3-406-80761-9

Erschienen am 14. März 2024

Unbedingt empfehlenswert, auch seine im Westend Verlag erschienenen Bücher

  • Tod per Knopfdruck. Das wahre Ausmaß des US-Drohnen-Terrors oder wie Mord zum Alltag werden konnte. Westend Verlag 2017.
  • Kampf oder Untergang! Warum wir gegen die Herren der Menschheit aufstehen müssen. Noam Chomsky im Gespräch mit Emran Feroz. Westend Verlag 2018.
  • Der längste Krieg. 20 Jahre War on Terror. Westend Verlag, Frankfurt am Main 2021, ISBN 978-3-86489-328-5

 

 

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