ISW: Sollte Gegenangriff der Ukraine scheitern, könnte Russland selbst Offensive starten

Wie Russland die ukrainische Gegenoffensive vereitelt

Von Darja Wolkowa Am Montag hat der Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums Generalleutnant Igor Konaschenkow berichtet, dass in der Nacht zuvor Russlands Streitkräfte mit luft- und seebasierten Langstrecken-Präzisionswaffen einen Raketenschlag gegen Objekte des ukrainischen Militärindustriekomplexes ausgeführt hatten. Der Angriff habe eine Störung der Arbeit von Betrieben, die Munition, Waffen und Kriegsgerät für das ukrainische Militär produzieren, zur Folge gehabt.

ISW: Sollte Gegenangriff der Ukraine scheitern, könnte Russland selbst Offensive starten

Dem Bericht des Institute for the Study of War zufolge könnte Russland eine Offensive in Richtung Süden starten, falls ein Gegenangriff der ukrainischen Streitkräfte fehlschlägt. Experten glauben, dass Teile der Gebiete Saporoschje und Cherson zum Ziel werden könnten.
ISW: Sollte Gegenangriff der Ukraine scheitern, könnte Russland selbst Offensive startenQuelle: Sputnik © RIA Nowosti

Die russischen Streitkräfte könnten eine Offensive in Richtung Süden starten, wenn ein Gegenangriff der ukrainischen Truppen scheitert. Dies geht aus einem Bericht des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) hervor, der auf dessen Webseite veröffentlicht wurde.

Dem Bericht zufolge könnten die russischen Streitkräfte Teile der Gebiete Cherson und Saporoschje angreifen, die derzeit von Kiew kontrolliert werden. Nach Ansicht der Analysten könnte Moskau versuchen, diese Gebiete zu besetzen.

Die Gebiete Cherson und Saporoschje wurden nach den dort Ende September abgehaltenen Referenden Teil Russlands. Der Beitritt zu Russland wurde von einer Mehrheit der Wähler befürwortet.

Russland kontrolliert jedoch nur einen Teil der beiden Territorien. Kiew kontrolliert nun die nördlichen Bezirke des Gebiets Saporoschje und einen Teil des Gebiets Cherson am rechten Ufer des Dnjepr sowie die Stadt Cherson.

Das russische Verteidigungsministerium kündigte Anfang November den Rückzug der Truppen aus der Stadt an das linke Ufer des Dnjepr an. Sergei Surowikin, der damalige Befehlshaber der Gruppierung russischer Truppen in der Zone für Sondereinsätze in der Ukraine, erklärte, dies sei notwendig, um die Verteidigung am linken Ufer des Flusses zu übernehmen und das Leben der Militärangehörigen zu retten.

Die ukrainischen Behörden haben wiederholt berichtet, dass sich Kiew auf eine Gegenoffensive vorbereite. Am 28. April behauptete der ukrainische Verteidigungsminister Alexei Resnikow, dass die Streitkräfte des Landes „in einem globalen Sinne, in einem hochprozentigen Modus“ bereit seien, eine solche zu starten.

Die russische Seite erklärte, die Streitkräfte des Landes seien auf eine mögliche ukrainische Gegenoffensive vorbereitet. Moskau verfolge alle diesbezüglichen Äußerungen genau, und das russische Verteidigungsministerium berücksichtige diese Daten bei der Planung der Sonderoperation, sagte der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow.

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