Liveticker Ukraine-Krieg: Blinken rechnet mit ukrainischer Offensive in kommenden Wochen

Liveticker Ukraine-Krieg: Ukraine tötet 14 ihrer Soldaten, die sich ergeben wollten

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.

 

Liveticker Ukraine-Krieg: Blinken rechnet mit ukrainischer Offensive in kommenden Wochen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Blinken rechnet mit ukrainischer Offensive in kommenden WochenQuelle: AFP © Olivier MATTHYS
  • 7.04.2023 13:29 Uhr

    13:29 Uhr

    Russland beschuldigt ukrainischen Ex-Verteidigungsminister der Tötung von 530 Zivilisten im Donbass

    Russlands Ermittlungskomitee hat den ehemaligen ukrainischen Verteidigungsminister Stepan Poltorak wegen des Beschusses der Volksrepubliken Donezk und Lugansk in Abwesenheit angeklagt.

    Dem Leiter der Behörde Alexander Bastyrkin zufolge sollen die ukrainischen Streitkräfte unter Poltoraks Kommando von 2014 bis 2019 mehr als 530 Zivilisten im Donbass getötet haben. Außerdem seien durch den Raketenbeschuss mehr als 970 Menschen verletzt worden. Dem ehemaligen Minister würden auch die Zerstörung oder Beschädigung von mehr als 2.000 zivilen Einrichtungen vorgeworfen.

    Laut Bastyrkin würden Maßnahmen ergriffen, um Poltorak aufzuspüren und zu verhaften.

  • 12:49 Uhr

    Blinken rechnet mit ukrainischer Offensive in kommenden Wochen

    Das ukrainische Militär könnte eine Offensive in den kommenden Wochen beginnen, erklärte der US-Außenminister Antony Blinken in einem Interview an die französische Zeitung Ouest-France. Die westlichen Staaten verfolgen in diesem Zusammenhang zwei Ziele, so Blinken:

    „Erstens muss man alles Mögliche tun, um der Ukraine bei der Rückeroberung ihrer Gebiete zu helfen. Dies beinhaltet die Gegenoffensive, die in den kommenden Wochen erwartet wird. Doch das zweite Ziel ist es, der Ukraine beim Aufbau ihrer mittelfristigen und langfristigen Möglichkeiten zu helfen.“

    Auf die Frage, ob die USA die Ukraine bei einer Eroberung der Krim unterstützen würden, behauptete Blinken, dass die Verantwortung dafür bei Kiew liege, da die Ukraine ein demokratisches Land sei:

    „Im Grunde liegt die Entscheidung bei der Ukraine. Mit vielen anderen Ländern unterstützen wir die Ukraine in ihren Anstrengungen.“

  • 12:17 Uhr

    Ukrainische Artillerie nimmt Donezk erneut unter Beschuss

    Artilleristen der ukrainischen Streitkräfte haben am Freitagmorgen Donezk erneut angegriffen. Wie die Vertretung der Donezker Volksrepublik beim Gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordination berichtet, wurden drei Geschosse auf den im Westen der Stadt gelegenen Bezirk Kuibyschewski abgefeuert, fünf weitere Geschosse auf den Bezirk Kiewski.

    Wie aus den Meldungen der Behörde hervorgeht, wurden in beiden Fällen Granaten im Kaliber 155 Millimeter eingesetzt. Hierbei handelt es sich um ein Standardkaliber der NATO. Die Ukraine erhält entsprechende Geschütze und Munition im Rahmen der westlichen Militärhilfe.

  • 11:41 Uhr

    Papst Franziskus wünscht für die Ukraine zweiwöchigen Osterfrieden

    Papst Franziskus schlägt einen zweiwöchigen Waffenstillstand im Ukraine-Konflikt vor. Seine Initiative sieht der Pontifex im Zusammenhang mit den Osterfeierlichkeiten möglich. Dies berichtet Leonid Sewastjanow, der Vorsitzende der Weltunion der Altgläubigen, der Nachrichtenagentur TASS mit Hinweis auf ein Privatgespräch mit dem Papst.

    Sewastjanow betont, dass ab dem 9. April die katholische Osterwoche beginne. Kommende Woche, ab dem 16. April, feierten die Orthodoxen ihr Osterfest. Gerade aus diesem Anlass schlage Papst Franziskus einen Waffenstillstand in der Zone der militärischen Sonderoperation und in den neu angegliederten Gebieten Russlands vor.

    Dies bedeute, so Sewastjanow weiter, dass von diesem Sonntag an keinerlei Angriffe binnen der zwei Wochen stattfinden sollten, dass alle aufhören sollten, aufeinander zu schießen.

  • 11:04 Uhr

    Ukrainischer Agent samt Handlanger im Gebiet Cherson verhaftet

    Ein ukrainischer Agent ist zusammen mit seinem Helfer im Gebiet Cherson verhaftet worden. Der Pressedienst des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB meldet diesbezüglich:

    „Der Föderale Sicherheitsdienst der Russischen Föderation hat einen Agenten der ukrainischen Geheimdienste und eine Person, die in seinem Auftrag handelte und Angaben zu Stellungen und Anzahl der Verbände der russischen Streitkräfte im Gebiet Cherson sammelte, festgenommen.“

    Wie die Behörde weiter berichtet, seien die Angaben an den Sicherheitsdienst der Ukraine durch Internet-Messenger übermittelt und zur Steuerung von Artillerieschlägen verwendet worden.

    Gegen die beiden Männer wurde Anklage wegen Spionage erhoben. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu 20 Jahren Haft.

  • 10:18 Uhr

    DVR-Chef gratuliert der Republik zum neunten Jahrestag der Unabhängigkeit

    Denis Puschilin, der Chef der Volksrepublik Donezk (DVR), gratuliert den Einwohnern der Republik zum neunten Jahrestag der Unabhängigkeit. Ihm zufolge feierte die Republik im April 2014 den Beginn einer lang erwarteten Rückkehr nach Russland.

    Auf Telegram schreibt Puschilin:

    „Damals haben wir die ganze Kraft und Unerschütterlichkeit unserer russischen Einheit gespürt. Wir haben an uns geglaubt und fest unseren Willen bekundet.“

    Er dankt dem Volk der DVR dafür, dass es im Frühjahr 2014 den ersten, wichtigsten und entscheidenden Schritt getan habe.

    „Unser Kampf ist noch nicht vorbei. Aber wir haben unser Hauptziel bereits erreicht: Wir sind ein untrennbarer Bestandteil des großen Landes.“

    Die Volksrepublik Donezk wurde am 7. April 2014 ausgerufen. Am 11. Mai fand ein Referendum über die Selbstbestimmung statt, und am Tag darauf proklamierte die Republik ihre Unabhängigkeit.

  • 09:03 Uhr

    Ukraine erleidet Verluste in der DVR

    Nahe der Stadt Marjinka in der DVR haben die ukrainischen Streitkräfte bei einem Gefecht mit russischer motorisierter Infanterie bis zu zehn Soldaten verloren, berichtet Iwan Bigma, der Pressesprecher der russischen Gruppe Süd. Er fügt hinzu, dass eine selbstgebaute Kamikazedrohne abgeschossen und ein gepanzertes Fahrzeug vom Typ Hummer zerstört worden seien.

    Am Frontabschnitt bei Awdejewka habe die russische Artillerie zwei ukrainische Selbstfahrlafetten vom Typ Akazija sowie ein D-20-Geschütz vernichtet, so Bigma weiter.

     

  • 08:28 Uhr

    Pentagon ermittelt wegen geleakten Dokumenten zu ukrainischer Offensive

    Nachdem Dokumente über Pläne der NATO zur Verstärkung der ukrainischen Streitkräfte vor einer geplanten Offensive auf Twitter und Telegram veröffentlicht wurden, hat das Verteidigungsministerium der USA ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dies berichtet die Zeitung New York Times unter Verweis auf die Administration von US-Präsident Joe Biden.

    Vor wenigen Tagen wurden die Unterlagen publiziert. Sie beinhalten unter anderem Angaben zu Waffenlieferfristen, Truppenstärken und der Ausbildung ukrainischer Militärangehöriger in den NATO-Staaten. Demnach sollen sechs von zwölf Kampfgruppen bis 31. März und drei weitere bis 30. April ihre Ausbildung beendet haben. Die Gesamtstärke betrage 4.000 bis 5.000 Mann. Außerdem seien Angaben zum Verbrauch von HIMARS-Munition gemacht worden, die bisher vom Pentagon nicht veröffentlicht wurden.

  • 07:20 Uhr

    Russische Luftstreitkräfte greifen ukrainischen Stützpunkt im Gebiet Cherson an

    Die russischen Luftstreitkräfte haben den Stützpunkt einer ukrainischen Marineverteidigungseinheit aus Odessa angegriffen, die ins Gebiet Cherson verlegt worden war. Wie Andrei Rulew, der Pressesprecher der russischen Gruppierung Dnjepr, erklärte, fand der Angriff nahe der Ortschaft Weletenskoje statt. Er fügte hinzu:

    „Die unwiederbringlichen Personalverluste des Gegners betrugen etwa 50 Mann.“

    Rulew berichtete außerdem, dass die russische Artillerie zwei ukrainische Mörser zerstört habe.

  • 6.04.2023 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

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