Uran-Munition für Kiew: Russland warnt vor nuklearer Katastrophe in der Ukraine

Uran-Munition für Kiew: Russland warnt vor nuklearer Katastrophe in der Ukraine

Großbritanniens Pläne, Munition mit abgereichertem Uran an Kiew zu liefern, sorgen weiterhin für Bedenken. Am Freitag warnte Igor Kirillow, Leiter der russischen ABC-Truppen, vor den verheerenden Folgen des Einsatzes solcher Waffen auf die Wirtschaft und das Volk der Ukraine.

Uran-Munition für Kiew: Russland warnt vor nuklearer Katastrophe in der

Ukraine

Großbritanniens Pläne, Munition mit abgereichertem Uran an Kiew zu liefern, sorgen weiterhin für Bedenken. Am Freitag warnte Igor Kirillow, Leiter der russischen ABC-Truppen, vor den verheerenden Folgen des Einsatzes solcher Waffen auf die Wirtschaft und das Volk der Ukraine.
Uran-Munition für Kiew: Russland warnt vor nuklearer Katastrophe in der UkraineQuelle: Sputnik © Russlands Föderationsrat

Russlands Verteidigungsministerium hat am Freitag eine Pressekonferenz anlässlich Großbritanniens Absichten, der Ukraine Munition mit abgereichertem Uran zu liefern, durchgeführt. Generalleutnant Igor Kirillow, der Befehlshaber der russischen ABC-Truppen, äußerte zu Londons Plänen in seiner Rede scharfe Kritik. Ihm zufolge könnte sich ein Einsatz von derartiger Uran-Munition in der Ukraine verheerend auf die Wirtschaft und die Bevölkerung des Landes auswirken. Vor allem würden dadurch landwirtschaftliche Flächen verseucht.

„Neben der Verseuchung der eigenen Bevölkerung werden dadurch der Landwirtschaft der Ukraine, vor allem dem Pflanzenbau und der Viehzucht, enorme wirtschaftliche Schäden zugefügt. Der Export von landwirtschaftlichen Produkten aus der Ukraine wird in der Zukunft für viele Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, einbrechen.“

Dieser Folgen sei sich der Westen bewusst, betonte Kirillow. Trotz möglicher Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesundheit der ukrainischen Soldaten und Zivilisten habe sich die NATO, insbesondere Großbritannien, für die Lieferung von Munition dieser Art an Kiew ausgesprochen.

Darüber hinaus wies Kirillow darauf hin, dass solche Munition bisher nur von NATO-Ländern eingesetzt worden sei. Als Beispiel zog Generalleutnant den Krieg im Irak in den Jahren 2003 bis 2004 heran, als die USA mindestens dreihundert Tonnen abgereicherten Urans verwendet haben sollen. Infolgedessen sei die Strahlenbelastung in der irakischen Stadt Falludscha viel schlimmer als in den Städten Hiroshima und Nagasaki nach den Atombombenabwürfen der Vereinigten Staaten gewesen. Kirillow erinnerte auch daran, dass Falludscha bis heute als zweites Tschernobyl bezeichnet werde, während die Zahl der Krebsfälle unter der Bevölkerung sprunghaft angestiegen sei. Auch seien im Jahr 1999 etwa 40.000 Raketen mit insgesamt 15.000 Tonnen abgereicherten Urans in Jugoslawien zum Einsatz gekommen.

Am Montag hatte die stellvertretende Verteidigungsministerin Großbritanniens, Annabel Goldie, zum ersten Mal die Pläne zur Lieferung von Munition mit abgereichertem Uran an die Ukraine angekündigt. Ihr zufolge sollen die Granaten für den Einsatz mit britischen Kampfpanzern des Typs Challenger 2 übergeben werden. Die Erklärung verursachte einen Aufschrei im russischen Außenministerium, das diesen Schritt als ein Zeichen von absoluter Rücksichtslosigkeit, Verantwortungslosigkeit und Straflosigkeit seitens Londons und Washingtons bezeichnete. Während die USA erklärten, dass sie nicht beabsichtigen, die Ukraine mit dieser Munition zu unterstützen, wies Washington russische Bedenken in dieser Angelegenheit zurück und betonte, dass Munition mit abgereichertem Uran eine übliche Art von Munition sei, die seit Jahrzehnten eingesetzt werde.

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