Krisen- und Insolvenzticker – IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland

Dank Ampel und Märchenonkel Habeck sind wir laut Deutschland  laut IWF-Ranking nun das Schlusslicht der großen Industrienationen. So sieht als also die „Führungsnation“ aus. Was für eine düstere „Zeitenwende“ und „Doppelwumms. Evelyn Hecht-Galinski

 

 

Krisen- und Insolvenzticker – IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland

Die deutsche Wirtschaft rutscht immer tiefer in die Krise. Unter dem Druck dramatisch steigender Energiekosten und anderer ungünstiger Rahmenbedingungen sind allein in diesem Jahr tausende Unternehmen insolvent gegangen. Wir fassen in diesem Ticker die wichtigsten Entwicklungen und Neuigkeiten zusammen.

 

Krisen- und Insolvenzticker – IWF senkt Wachstumsprognose

für Deutschland

 

Die deutsche Wirtschaft rutscht immer tiefer in die Krise. Unter dem Druck dramatisch steigender Energiekosten und anderer ungünstiger Rahmenbedingungen sind allein in diesem Jahr tausende Unternehmen insolvent gegangen. Wir fassen in diesem Ticker die wichtigsten Entwicklungen und Neuigkeiten zusammen.
Krisen- und Insolvenzticker – IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland© PM Images
  • 11.10.2022 17:15 Uhr

    17:15 Uhr

    IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland

    Die Weltwirtschaft steht vor schwierigen Zeiten. Ganz besonders düster sieht es für Deutschland aus. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte seine Prognose für Deutschland sowohl für das laufende als auch für das kommende Jahr deutlich. Für das laufende Jahr rechnet der IWF damit, dass die deutsche Wirtschaft um 1,5 Prozent wächst – das wären 0,6 Prozentpunkte weniger als noch im April prognostiziert wurden.

    Deutschland ist laut IWF-Ranking nun das Schlusslicht der großen Industrienationen. Die Energiepreise seien für Deutschland das größte Problem. Aber auch mangelndes Verbrauchervertrauen und eine geringe Dynamik im produzierenden Gewerbe aufgrund von wenig stabilen Lieferketten und steigender Kosten belasten die deutsche Wirtschaft schwer.

     

  • 16:10 Uhr

    Erneut Bedenken um Credit Suisse

    Ein Bericht von Goldman Sachs lenkte den Blick zurück auf die Risiken um Credit Suisse. Die Schweizer Bank soll bis 2024 einen Kapitalbedarf in Höhe von 4 bis 8 Milliarden Schweizer Franken haben und sollte nach Überzeugung der Analytiker jetzt das Eigenkapital erhöhen. Auch Jefferies war bereits zu einem ähnlichen Schluss gekommen und hatte eine Kapitalerhöhung von 9 Milliarden in den nächsten zwei bis drei Jahren empfohlen.

    Zurzeit verkauft Credit Suisse Anlagen, um seine Investmentabteilung zu verkleinern und eine Kapitalerhöhung möglichst zu vermeiden. Die Aktien der Bank, die wegen zu niedrigen Eigenkapitals unter Druck geraten waren, hatten sich in der vergangenen Woche erholt. Die Bank wurde aber immer noch als gefährdet gesehen. Nach der Veröffentlichung des Berichts von Goldman Sachs fiel der Kurs erneut.

    Die Entwicklungen um Credit Suisse werden international mit Sorge beobachtet, da sie Erinnerungen an den Beginn der Finanzmarktkrise 2008 wecken.

  • 15:15 Uhr

    Mit dem Lkw gegen höhere Spritpreise

    In ganz Thüringen haben am Montag rund 27.000 Menschen gegen die Politik der Bundesregierung demonstriert. Die größten Kundgebungen gab es laut Polizei erneut in Ostthüringen. In Pößneck wurden etwa 3.000 Teilnehmer gezählt, in Altenburg 2.800 und rund 2.000 in Gera. In Saalfeld veranstalteten hunderte Auto- und Lkw-Fahrer einen bis zu zehn Kilometer langen Korso. Steigende Preise, auch für Kraftstoff sind bei vielen das Hauptargument, sich an dem Autokorso zu beteiligen. Von Bäckern über Gerüstbauer, Dachdecker, Maler und Gärtner ist ein bunter Mix aus fast allen Bereichen des Handwerks dabei.

    Am Ende des Protests wird die Polizei in Saalfeld mehrere hundert Fahrzeuge gezählt haben, die sich auf gut zehn Kilometern aneinanderreihen. Organisator Steffen Teichmann aus Saalfeld, Vorsitzender der Partei Bürger für Thüringen, hofft auf Verständnis aller, denen er den Weg in den Feierabend „versaut“. Es sei aber wichtig ein Zeichen zu setzen, an die Politik in Richtung Erfurt und in Richtung Berlin.

  • 11:14 Uhr

    Creditreform: Firmen zahlen immer später

    Nach Aussage der Wirtschaftsauskunftei und Inkassofirma Creditreform zahlen Unternehmen aller Art augenblicklich mit Verzögerung. Der Presse gegenüber erklärte der Leiter der Wirtschaftsforschung der Auskunftei, „das Ausfallrisiko bei Unternehmen steigt derzeit fast wöchentlich“.

    Besonders deutlich sei das in der Baubranche. Was vor dem Hintergrund nicht verwundert, dass zunehmend Bauaufträge gekündigt werden, weil gerade beim Mietwohnungsbau durch steigende Energiekosten und gleichzeitige Preiserhöhungen beim Baumaterial die Kalkulationsgrundlage unklar ist. Im September hat sich der Anteil der Bauunternehmen, die von Stornierungen berichteten, noch einmal erhöht, auf inzwischen 16,7 Prozent.

    Die Tendenz zu verspäteten Zahlungen ziehe sich aber durch alle Branchen. „Dabei ist es egal, ob Kleinunternehmen, Mittelständler oder Großkonzerne, Unternehmen aller Größenklassen lassen ihre Kreditgeber zurzeit länger und über das gesetzte Zahlungsziel hinaus auf den Geldeingang warten.“

    Im September ist die Zahl der Insolvenzen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 34 Prozent gestiegen. Noch ist das allerdings erst eine Rückkehr zu den Werten vor Corona. Für die kommenden Monate wird jedoch eine deutliche Steigerung erwartet. Laut BDI haben 58 Prozent der Betriebe Probleme mit den stark gestiegenen Energiekosten, für 34 Prozent sind diese Kostensteigerungen existenzbedrohend.

    Wie ausgeprägt die Erwartung eines wirtschaftlichen Rückgangs ist, zeigt sich nicht nur an verspäteten Zahlungen. Der deutsche Maschinenbau, neben der Automobilindustrie einer der bedeutendsten Industriezweige, klagt über sinkenden Inlandsabsatz. Produktionsunternehmen würden derzeit nicht in Kapazitäten in Deutschland investieren, weil sie die Produktion an diesem Standort gedrosselt oder ganz heruntergefahren hätten. Die Inlandsbestellungen seien dadurch im August inflationsbereinigt um sechs Prozent zurückgegangen.

  • 10.10.2022 20:05 Uhr

    20:05 Uhr

    Umfrage unter Aktionären: „Die Konjunktur in der Eurozone befindet sich weiter im Absturz“

     

    Eine Umfrage der Investment-Beratungsfirma Sentix am Montag zeigt:  Die Furcht vor einer tiefen Rezession in der Euro-Zone und in Deutschland greift unter Anlegern um sich. Der Gesamtindex der Euro-Zone stürzte von minus 31,8 Zählern im September auf minus 38,3 Punkte im laufenden Monat ab und so auf den niedrigsten Wert seit Mai 2020 in der Corona-Situation.

    „Die anhaltenden Unsicherheiten über die Gas- und Energielage im Winter sind durch den Anschlag auf die Nordstream-Pipelines nicht kleiner geworden“, erklärte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner die aktuelle Skepsis der 1331 befragten Anleger. Auch global gebe es nur wenig Grund zur Hoffnung: „Einzig in China scheint es sich aktuell etwas zu stabilisieren.“

    Die Lagewerte des Barometers zeigen deutlich, dass sich die Wirtschaft in einer Rezession befinde. Und der Rückgang der Erwartungen um vier Punkte auf minus 41,0 Zähler markiere den tiefsten Wert seit Ende 2008: „Dies ist eine deutliche Warnung vor einer sehr tiefen ökonomischen Verwerfung“, betonte Hübner.

  • 17:10 Uhr

    Deutschland in der Rezession

     

    Wie die auf Wirtschaftspolitik spezialisierte Website makroskop meldet, ist Deutschland seit Juli offiziell in der Rezession.

    Sowohl Exporte als auch Importe sinken. Auch andere Indikatoren senden eher düstere Signale. Die Aufträge im verarbeitenden Gewerbe sinken drastisch. Im Juli seien die Aufträge im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast 14 Prozent eingebrochen. Zudem meldet makroskop, es bestehe im verarbeitenden Gewerbe noch immer ein Nachfrageüberhang, der auf die anhaltend hohe Knappheit an Vorprodukten zurückzuführen ist.

    Auch der ifo-Geschäftsklimaindex hat sich erneut verschlechtert und steht im September bei 84,3 Punkten. Das ist der niedrigste Wert seit der Coronakrise.

  • 15:30 Uhr

    Deutschland: Zahl der Insolvenzen steigt deutlich

    In Deutschland wurden bis Oktober deutlich mehr Insolvenzen registriert als noch im Vorjahr. Laut einer Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) lag die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften im September 34 Prozent über dem Vorjahreswert. Betroffen waren demnach rund 760 Unternehmen. Im August hatte das IWH noch einen Anstieg um lediglich 25 Prozent im Vergleich zu 2021 vorhergesagt.

    Wegen schwächelnder Konjunktur und steigender Kosten werde die Zahl in den nächsten Monaten weiter spürbar steigen, teilte das IWH am Montag mit. Im November könnten die Vorjahreswerte demnach gar um 40 Prozent übertroffen werden. In ihrer Prognose sind die Wirtschaftsforscher aus Halle für das Jahr 2022 insgesamt etwas verhaltener. Während in der ersten Jahreshälfte 2022 die Insolvenzzahlen noch leicht unter Vorjahresniveau lagen, rechnet das IWH im Vergleich zu 2021 mit einem Anstieg bei den Firmeninsolvenzen von 12 bis 14 Prozent.

     

  • 14:35 Uhr

    Immer mehr Menschen von Armut betroffen: Bundesweiter Ansturm auf Tafeln

    Immer mehr Menschen können sich das Leben in Deutschland nicht mehr leisten – und müssen die Hilfe der Tafeln in Anspruch nehmen. Besonders in Sachsen ist der Ansturm enorm. Tafel-Chef Karltheodor Huttner aus Oschatz meint:

    „Besonders betroffen sind die ländlichen Ausgabestationen. Dort gibt es grundsätzlich schon weniger Supermärkte, die etwas abgeben. Im Moment wird noch sparsamer von den Märkten geplant, damit nichts übrig bleibt.“

    Nicht nur geflohene Ukrainer und Syrer würden den derzeitigen Andrang befeuern, sondern auch viele Senioren und Familien. Mit den Tafel-Spenden versuchen sie sich Vorräte für den Winter anzulegen. Begehrt sind auch Federbetten, warme Jacken und Wolldecken. Auch in den alten Bundesländern sind immer mehr Menschen auf die Tafeln angewiesen: „Unsere Zahlen haben sich seit Januar verdoppelt„, sagt beispielsweise Peter Vorsteher von der Wuppertaler Tafel.

  • 9.10.2022 20:50 Uhr

    20:50 Uhr

    Netzbetreiber: Strom und Gas könnten im Winter in Sachsen zeitweise ausfallen

    Die Versorgung mit Strom und Gas könnte im Winter in Sachsen zeitweise beeinträchtigt sein, berichtet der MDR am Sonntag. Zu diesem Schluss kommen Übertragungsnetzbetreiber angesichts der aktuellen Energiekrise. Bei den Übertragungsnetzbetreibern handelt es sich um die Betreiber der überregionalen Strom- und Gasnetze.

    Eine als „Stresstest“ bekannte Analyse habe gezeigt, dass in einzelnen Stunden Lastunterdeckungen auftreten können, wenn verschiedene negative Effekte zusammenkommen, sagt Finanzchef Dirk Biermann von 50 Hertz. „Es ist nicht ausgesprochen wahrscheinlich, dass wir in Schwierigkeiten geraten, aber auch nicht so unrealistisch, dass man nicht sehr gut darauf vorbereitet sein sollte. Und das sind wir“, betont er.

     

  • 15:30 Uhr

    Russische Aktien: Hoffnung für deutsche Anleger?

    Laut einem Bericht des Handelsblattes will die europäische Abwicklungsgesellschaft Clearstream wieder Umwandlungsanträge von Hinterlegungsscheinen russischer Aktien in Originalpapiere annehmen. Das ist eine gute Nachricht für Tausende deutsche Anleger, die seit Monaten in russischen Depository Receipts (DRs) festsitzen und deren russische Aktienwerte über Nacht eingefroren worden sind.

    DRs sind Zertifikate, die an ausländischen Börsen häufig stellvertretend für die Aktie gehandelt werden. Im Fall von Russland sind das beispielsweise Gazprom, Lukoil oder die Sberbank. Ausgegeben werden sie von US-amerikanischen Banken (DR-Agenten), welche die Originalaktien verwahren.

    Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) schreibt dazu auf ihrer Webseite: „Wir verstehen die Mitteilung so, dass allen Inhabern von entsprechend konvertierbaren DRs eine Benachrichtigung über die Depotbanken zugehen wird.

    Voraussetzung sei allerdings, dass der DR-Agent den Umtausch unterstütze. In welchen Fällen das zutrifft, ist noch nicht bekannt. Zudem müsse der Umtausch bis zum 31. Dezember 2022 abgeschlossen sein.

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