Kundgebung für das Recht auf Gedenken Demonstration der Jüdischen Stimme

 

Warum berichteten nicht Tagesschau, ZDF-heute journal und andere Medien einmal objektiv über diese wichtige Demonstration für des Recht auf Gedenken`?

Wichtig wäre es das die Jüdische Stimme und die Organisatoren mit einer Verfassungsbeschwerde an das Bundesverfassungsgericht wenden, damit das Verbot des Oberverwaltungsgerichts aufgehoben wird, die unbedingt breit unterstützt werden sollte. Was kommt nach dem Verbot des Gedenkens und der Demonstrationen , demnächst wieder die „Bücherverbrennung“?   Evelyn Hecht-Galinski

Juedische Stimme | Kundgebung für das Recht auf Gedenken

„In einem demokratischen Land sollten Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Meinungsfreiheitnie nie ein Privileg sein: Nicht so in Deutschland!“ Am Samstag, 20.05.2023 haben wir zusammen mi Palästina Spricht eine Kundgebung für das Recht auf Gedenken gehalten.

Kundgebung für das Recht auf Gedenken

Kundgebung für das Recht auf Gedenken

„In einem demokratischen Land sollten Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Meinungsfreiheitnie nie ein Privileg sein: Nicht so in Deutschland!“

Am Samstag, 20.05.2023 haben wir zusammen mi Palästina Spricht eine Kundgebung für das Recht auf Gedenken gehalten.

 

Dazu gab es einen Medienbericht und Interviews mit einigen der Teilnehmer, so auch mit unserem Vorstandsmitglied, Udi Raz:

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2023/05/berlin-demonstration-juedische-berliner-palaestinenser-polizei-aufloesung.html

 

Im Folgenden können Sie die Rede lesen, die Udi Raz bei der Kundgebung in Berlin gehalten hat:

 

„Zuallererst, herzlichen Dank an allen Beteiligten an der Umsetzung der heutiger Kundgebung!

Und auch Euch allen, lieben Schwestern und Brüder, danke, dass Ihr da seid.

Mein Name ist Udi Raz, ich bin Vorstandsmitglied des Vereins Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost.

Ich stehe hier heute, um euch eine Stimme vieler Jüdinnen und Juden in Deutschland, in Palästina, und auf der ganzen Welt, mit zu teilen.

Eine Stimme jenseits vom herrschenden zionistischen, rassistischen, anti-palästinensischen Diskurs.

Liebe Schwestern und Brüder, wir stehen heute hier zusammen, Palästinenser*innen, Jüdinnen, Juden, und jede Person, die das Verbrechen gegen die Menschlichkeit des zionistischen Regimes anerkennt, und dagegen kämpft.

Meine Lieben, in der letzten 2 Wochen hat die Berliner Polizei mehrfach Demonstrationen in der Stadt verboten.

All diese geplante Demonstrationen, die verboten wurden, waren von Palästinenser*Innen angemeldet.

Liebe Schwestern und Brüder, das ist gezielter anti-palästinensischer Faschismus!

Der Fakt, dass wir uns hier, heute, in der Öffentlichkeit, versammeln dürfen, ist fast ein Wunder.

Es ist fast ein Wunder.

Nicht, weil wir in einem demokratischen Land leben, sondern weil wir in Deutschland leben.

In einem demokratischen Land, “friedlich und ohne Waffen“ demonstrieren zu dürfen, sollte nie ein Privileg sein: Nicht so in Deutschland!

In einem demokratischen Land sollten Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Meinungsfreiheitnie nie ein Privileg sein: Nicht so in Deutschland!

Kundgebung für das Recht auf Gedenken

„Wir leben in einem Land, in dem die Polizei Entscheidungen anhand Fake-News privater Sender trifft“

 

In einem demokratischen Land darf keine Person wegen ihres Geschlechtes, ihrer Abstammung, ihrer Ethnie, ihrer Sprache, ihrer Heimat und Herkunft, ihres Glaubens, ihrer religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden: Nicht so in Deutschland!

In einem demokratischen Land sollte der Fakt, dass wir uns hier, heute, in der Öffentlichkeit, versammeln, nie zu einem Wunder werden: Nicht so in Deutschland!

Aber offensichtlich ist das kein demokratisches Land.

Das ist Deutschland.

Liebe Schwestern und Brüder,

In Folge der Anmeldung unserer heutigen Kundgebung, erließ die Berliner Polizei einen s.g. Beschränkungsbescheid.

Dessen wesentlichen Inhalt waren wir verpflichtet Euch vorhin vorzulesen. Was wir auch getan haben.

Bemerkenswert ist allerdings die Begründung und die Logik dieses Beschränkungsbescheides.

Ich werde nur ein Beispiel nennen:

Die Polizei behauptet, es gibt die Befürchtung, wir würden anti-semitischer Propaganda Raum geben.

Ignorieren wir kurz den Fakt, dass laut Verfassungsschutz etwa 95% aller antisemitischen Straftaten rechtsmotiviert sind.

Ignorieren wir kurz den Fakt, dass anti-Semiten im Bundestag sitzen.

Ignorieren wir kurz den Fakt, dass es anti-Semitismus innerhalb der Reihen der Berliner Polizei gibt.

Die Polizei behauptet, wir seien das Problem.

Und wie begründet dies die Polizei?

Mit Verweis auf eine Berichterstattung, die am 15. Mai 2021, also am Nakba-Tag vor zwei Jahren, im Springer-Medium Die Welt erschien. Eine Berichterstattung voller anti-palästinensischer Hass eines privaten Senders!

Das Problem hier ist nicht nur, dass die Welt aus eigener ideologischen Perspektive über das Geschehen verzerrt berichtet hat.

Das Problem ist vielmehr, liebe Schwestern und Brüder, dass die Berliner Polizei diese verzerrte Berichterstattung als objektive Quelle betrachtet, um überhaupt Entscheidungen zu treffen.

Wir leben in einem Land, in dem die Polizei Entscheidungen anhand Fake-News privater Sender trifft.

Das ist kein demokratisches Land.

Das ist Deutschland.

Danke.“

1 Kommentar zu Kundgebung für das Recht auf Gedenken Demonstration der Jüdischen Stimme

  1. Ja, nichts ist bedrohlicher für das imperialistische, zionistisch-westliche „Israel-Narrativ“ als das humanistische Zusammengehen von klarsichtigen Jüdinnen und Juden mit den allzu berechtigten palästinensischen Anliegen! Es entlarvt eben den intellektuellen Unfug, Israel-Kritik als „Antisemitismus“ zu diffamieren. Und, die Rufe „Tod den Arabern“ in Israel, sind ja wohl als Hetze gegen die größte Gruppe der Semiten, die Araber, in hohem Grade antisemitisch!
    Dieses Land hat durch seine Politiker nie zu wirklicher moralischer „Vergangenheitsbewältigung“ gefunden, sondern ist immer wieder im imperialen „Ablasshandel“ gelandet!
    Solidarische Montagsgrüße

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