Liveticker Ukraine-Krieg – Pentagon: Kein militärischer Sieg der Ukraine in Sicht

Wer nicht hören will, muss fühlen, bis zum bitteren Ende      Evelyn Hecht-Galinski

 

Liveticker Ukraine-Krieg – Pentagon: Kein militärischer Sieg der

Ukraine in Sicht

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Pentagon: Kein militärischer Sieg der Ukraine in SichtQuelle: Gettyimages.ru © Alex Wong
  • 17.11.2022 17:40 Uhr

    17:40 Uhr

    Ehemaliger ukrainischer Präsident: Ukraine hat keine eigenen Mittel, um zu kämpfen

    Der ehemalige Präsident und drittreichste Mann der Ukraine mit einem Kapital von 1,4 Milliarden US-Dollar laut Forbes, Pjotr Poroschenko, legte in einem Telefonstreich mit den russischen Prankstern Wowan und Lexus offen, dass die ukrainische Armee ihren Erfolg gänzlich der Unterstützung der USA zu verdanken habe. Im Süden wie im Osten werde der Großteil der Waffen von den USA geliefert. Der ehemalige Präsident betonte, dass der Erfolg der ukrainischen Armee ohne die Unterstützung aus Washington nicht möglich gewesen wäre. Er fügte hinzu:

    „Jetzt hängt unsere Zukunft viel weniger von der Ukraine und den Ukrainern ab. Sie hängt eher von der Weisheit des amerikanischen Volkes ab.“

    Poroschenko erklärte zudem, dass er das Minsker Abkommen genial findet, es aber nur unterzeichnet worden sei, „um mindestens vier Jahre Zeit zu haben, um die ukrainischen Streitkräfte zu formieren, die ukrainische Wirtschaft aufzubauen und das ukrainische Militär zusammen mit der NATO auszubilden“.

     

  • 17:07 Uhr

    LVR-Chef Leonid Pasetschnik berichtet von Lage in Region

    Die ukrainischen Streitkräfte versuchen jeden Tag in das Gebiet der Volksrepublik Lugansk einzudringen, so der Leiter der Region, Leonid Pasetschnik. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass alle Versuche erfolglos seien. Der Beamte merkte an, dass ukrainische Versuche, die Frontlinie zu durchbrechen, in alle Richtungen unternommen würden:

    „Wir wehren regelmäßig feindliche Angriffsversuche ab. Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass der Feind bei diesen Offensiven große Verluste erleidet.“

    Pasetschnik fügte hinzu, dass die Ukraine alle ihre Reserven in den Kampf werfe. Ferner hieß es:

    „Im Allgemeinen ist die Offensive recht aktiv, aber sie hat bisher in keiner Richtung Erfolge erzielt.“

    Der LVR-Chef versicherte, dass eine Umsiedlung der Bevölkerung der Republik nicht infrage komme. Leonid Pasetschnik zufolge hätten selbst die Behörden von Lugansk aufgrund der schwierigen Situation eine solche Möglichkeit ausgeschlossen.

  • 16:38 Uhr

    Ukrainische Fachleute zum Ort des Raketenabsturzes in Ostpolen zugelassen

    Der ukrainischen Seite ist der Zugang zur Absturzstelle einer Rakete in Ostpolen gestattet worden. Dies teilte Jakub Kumoch, ein Vertreter des polnischen Präsidialamtes, am 17. November auf Twitter mit. Kumoch dankte in demselben Post dem US-amerikanischen und ukrainischen Botschafter in Polen „für ihre Zusammenarbeit in diesem wichtigen Fall“.

    Die Untersuchung des Absturzortes wird von polnischen, sowie US-Experten gemeinsam durchgeführt. Das Dorf Przewodów ist abgesperrt, es sind nur Einwohner und Dienstfahrzeuge zugelassen. Auch der polnische Präsident Andrzej Duda traf am Tatort ein. Nach Angaben seines Büros wolle er sich selbst ein Bild vom Ort der Explosion machen, sowie mit Experten sprechen.

  • 16:09 Uhr

    Finnland schickt weitere Verteidigungsgüter an Ukraine

    Der finnische Präsident Sauli Niinistö hat nach einem Vorschlag der Regierung beschlossen, weitere Verteidigungsgüter in die Ukraine zu schicken. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Helsinki vom Donnerstag habe das bereits zehnte Unterstützungspaket des nordischen EU-Landes einen Wert von 55,6 Millionen Euro. Es handle sich um das bislang größte Einzelpaket, so Minister Antti Kaikkonen.

    Somit beträgt der Gesamtwert der finnischen Unterstützung für die Ukraine in Form von Verteidigungsmaterialien 160,4 Millionen Euro. Was das aktuelle Paket beinhaltet und wann es geliefert wird, lässt das Ministerium aus operativen und Sicherheitsgründen offen.

  • 15:47 Uhr

    OSINT-Analysten: In der Ukraine erstmals auch die Kraftwerke selbst angegriffen

    Das Wärmekraftwerk Ladyschin im ukrainischen Gebiet Winniza, das für die Versorgung des gesamten Südwestens des Landes enorme Wichtigkeit hat, wurde offenbar Ziel eines Lenkflugkörperangriffs des russischen Militärs – und zwar die eigentlichen Stromerzeugungsanlagen und nicht, wie bei allen bisherigen Angriffen auf die Stromversorgung der Ukraine, die Umspannwerke, Kompressoranlagen oder Hochspannungsleitungen.

    Zu dieser Folgerung kamen die OSINT-Analysten des Telegram-Kanals Rybar nach Betrachtung jüngster Satellitenaufnahmen.

    Zwar seien auch Hilfsanlagen an diesem Kraftwerk zu Schaden gekommen – doch der Mannschaft von Rybar seien Schäden an Erdgasleitungen und der Kohleförderanlage aufgefallen. Während Steinkohle der Brennstoff zur Stromerzeugung am Kraftwerk Ladyschin ist, dient Erdgas zum Erstanfeuern kalter Öfen (etwa nach Reparatur, Wartung oder bei einem plötzlichen Anstieg an Strombedarf).

    Derartige Details wurden vom russischen Verteidigungsministerium bisher nicht bestätigt. Allerdings passt die Analyse von Rybar zu Meldungen von der ukrainischen Seite, dass Russland Infrastruktur der Erdgasförderung und –industrie angreife: Beides wäre im Verlauf von Russlands militärischer Sonderoperation erstmalig.

  • 15:22 Uhr

    Verwaltungen ukrainischer Gebiete melden Explosionen an Infrastrukturobjekten

    Russische Lenkflugkörperangriffe sollen kritisch wichtige Objekte der Infrastruktur im Landkreis Isjum getroffen haben. Dies gab der ukrainische Verwaltungschef des Gebiets Charkow, Oleg Sinegubow, bekannt. Er forderte die Bewohner auf, den Luftschutzalarm auf keinen Fall zu ignorieren.

    Im Laufe des Tages meldeten auch die Gebietsbehörden von Odessa Explosionen an einem Objekt der Infrastruktur. Nach Angaben des Leiters der ukrainischen Gebietsverwaltung Odessa, Maxim Martschenko, wurde es dabei beschädigt.

    Außerdem berichtete der stellvertretende Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kirill Timoschenko, von Explosionen in kritischen Infrastruktureinrichtungen in Dnepropetrowsk.

    Am Donnerstagmorgen wurde in der gesamten Ukraine ein Luftalarm ausgerufen.

    Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte die bisherige Reihe von Angriffen unter anderem als eine Reaktion auf die Sprengstoffsabotage gegen die Krim-Brücke.

     

  • 15:06 Uhr

    Pentagon: Kein militärischer Sieg der Ukraine in Sicht

    Die Chancen auf einen kurzfristigen, militärischen Sieg der Ukraine im Krieg sind nach Einschätzung des US-Militärs nicht hoch. Es gebe aber die Möglichkeit einer politischen Lösung, sagte der US-Generalstabschef Mark Milley bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Washington mit Blick auf den jüngsten russischen Raketenangriff auf die Ukraine. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte ihn wörtlich:

    „Die Wahrscheinlichkeit eines ukrainischen militärischen Sieges, definiert als Rauswurf der Russen aus der gesamten Ukraine, einschließlich der von ihnen beanspruchten Krim, ist in absehbarer Zeit nicht hoch.“

    Die Ukraine habe zwar zuletzt einige Erfolge bei der Verteidigung verzeichnet, aber die jüngst von den russischen Truppen verlassenen Gebiete wie Cherson und Charkow seien klein im Vergleich zu der Herausforderung, die russischen Streitkräfte aus der gesamten Ukraine vertreiben zu wollen, sagte Milley. Außerdem verfüge Russland über bedeutende Kampfkraft in der Ukraine. Mit Blick darauf, dass das russische Militär mehr Soldaten ins Gefechtsfeld ziehen könne und dass es noch etwa 20 Prozent der Ukraine besetzt, sieht der General kein baldiges Ende der Kriegshandlungen.

  • 14:38 Uhr

    Russland greift ukrainische Rüstungswerke mit Präzisionswaffen an

    Das russische Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben ukrainische Rüstungswerke angegriffen. Wie der Behördensprecher Generalleutnant Igor Konaschenkow auf seinem Briefing am Donnerstagnachmittag mitteilte, seien in der Stadt Pawlograd im Gebiet Dnepropetrowsk durch einen Präzisionsschlag mehrere Hallen eines Rüstungswerks zerstört worden, das Raketentriebwerke und Kraftstoff für die ukrainischen Streitkräfte hergestellt habe. In der Stadt Saporoschje seien Hallen des Forschungs- und Produktionsbetriebs Iskra getroffen worden, in dem man elektronische Komponenten für ukrainische Radaranlagen und Mehrfachraketenwerfer produziert habe.

    Insgesamt habe Russland in den vergangenen 24 Stunden Personal und Technik der ukrainischen Armee an 166 Orten angegriffen. Im Gebiet Charkow seien zwei ukrainische Mehrfachraketenwerfer vom Typ Uragan zerstört worden. In der Volksrepublik Donezk habe die russische Armee zwei US-Radaranlagen vom Typ AN/TPQ-50 getroffen, teilte Konaschenkow mit.

    Abschließend berichtete der Ministeriumssprecher über den Einsatz der russischen Flugabwehr. Demnach seien binnen der vergangenen 24 Stunden sechs ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Außerdem seien fünfzehn reaktive Geschosse, darunter elf vom Typ HIMARS, abgefangen worden.

    Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar insgesamt 333 Flugzeuge, 177 Hubschrauber, 2.520 Drohnen, 388 Flugabwehrraketensysteme, 6.668 Panzer und andere Panzerfahrzeuge, 894 Mehrfachraketenwerfer sowie 3.589 Geschütze und Mörser verloren.

  • 14:10 Uhr

    Russland meldet Einnahme von Autostraße zwischen Pawlowka und Nikolskoje in Volksrepublik Donezk

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, hat auf seinem Briefing am Donnerstagnachmittag über eine erfolgreiche Abwehr von Vorstoßversuchen der ukrainischen Armee an mehreren Abschnitten der Kontaktlinie berichtet. Am Frontabschnitt Kupjansk seien in der Nähe der Ortschaft Nowosjolowskoje in der Volksrepublik Lugansk bis zu zwanzig ukrainische Armeeangehörige getötet und zwei Panzerwagen zerstört worden.

    Am Frontabschnitt Krasny Liman habe die russische Armee durch Artillerie-, Luft- und Feuerwerfer-Angriffe eine versuchte Offensive der ukrainischen Armee verhindert. Dabei seien bis zu hundert ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Ein Panzer, drei Schützenpanzer, zwei Panzerfahrzeuge und drei Pick-ups seien außer Gefecht gesetzt worden, teilte der Militärsprecher mit.

    Südlich von Donezk habe das russische Militär nach Angaben von Konaschenkow eine Straße zwischen den Ortschaften Pawlowka und Nikolskoje völlig unter eigene Kontrolle genommen. Darüber hinaus seien drei ukrainische Vorstoßversuche in der Nähe von Pretschistowka, Ugledar und Nowomichailowka vereitelt worden. Dabei seien bis zu sechzig ukrainische Soldaten getötet sowie zwei Panzer und sechs gepanzerte Fahrzeuge zerstört worden.

    Ferner berichtete Konaschenkow über die Befehlsverweigerung innerhalb der ukrainischen Truppen. Am Frontabschnitt Lissitschansk habe sich das Personal einer in der Ortschaft Belogorowka in der Volksrepublik Lugansk stationierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte geweigert, dem Kommando zu gehorchen. Daraufhin hätten Kämpfer eines nationalistischen Bataillons zur Abschreckung vor angetretener Truppe fünf ukrainische Soldaten erschossen.

  • 13:47 Uhr

    Bundesagentur für Arbeit: Mehr als 50.000 Flüchtlinge aus der Ukraine in regulärer Arbeit

    Laut Statistiken der Bundesagentur für Arbeit haben weit über 50.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine seit ihrer Ankunft in Deutschland eine reguläre Arbeit gefunden. Im August waren nach hochgerechneten Daten 109.000 ukrainische Bürger sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

    Insgesamt waren zum Stichtag 13. Oktober 609.000 ukrainische Staatsbürger bei der Bundesagentur gemeldet, darunter 204.000 Kinder. Im Oktober besuchten 96.000 Geflüchtete aus der Ukraine Integrationskurse.

    In einer nicht repräsentativen Umfrage des Münchner ifo-Instituts unter knapp 1.500 geflohenen Ukrainern sagte ein Fünftel, dass sie eine Stelle gefunden hätten. Über die Hälfte erklärte, dass sie höher qualifiziert sind, als es für ihren Job notwendig sei. Die Mehrheit der Befragten wollte demnach in den nächsten zwei Jahren in Deutschland bleiben. Gut ein Drittel wollte in die Ukraine zurückkehren.

    Berichtigung

    In der ursprünglichen Meldung der Deutschen Presse-Agentur hieß es, weit über 100.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine hätten seit ihrer Ankunft in Deutschland eine reguläre Arbeit gefunden.

3 Kommentare zu Liveticker Ukraine-Krieg – Pentagon: Kein militärischer Sieg der Ukraine in Sicht

  1. Meiner Meinung nach ist Finnland auch ein Heuchler. Das Land ist noch nicht in der NATO. Das könnte den friedlichen Finnen passieren, weil sie bereits im Voraus zugestimmt haben, den Einsatz von Atomwaffen in ihrem Land zuzulassen. Ich hoffe, dass Finnland darüber informiert wurde, dass es diese Waffen nicht selbst einsetzen darf und dass es nur jährlich Schutzgelder für den Schutz auf den Tisch legen kann.

    Enfin, es wird den Finnen von da an viel besser gehen, Streit mit Ihren Nachbarn zu suchen. Was wird die NATO in Zukunft fördern und ob sie Ihnen wirklich den Rücken stärkt, wenn sie gebraucht wird? Es geht darum, durch NATO und territoriale Expansion Unruhe in die Welt zu bringen. Russland zu zerstören ist der feuchte Traum des friedliebenden NATO-Clubs.
    Armes Finnland, ich habe meine Zweifel an deinen Motiven.

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