Der Traum der europäischen Eliten von der Macht zerbröckelt, während die Sicherheitsbedrohungen aus Russland, Afrika und dem Nahen Osten wachsen Verfasst von Marek Cichocki über Remix News,

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Tyler Durden    18. September 2023
Der Traum der europäischen Eliten von der Macht zerbröckelt, während die Sicherheitsbedrohungen aus Russland, Afrika und dem Nahen Osten wachsen
Verfasst von Marek Cichocki über Remix News,
Lange Zeit träumten die großen Hauptstädte Westeuropas ihren schönen Traum davon, wie die EU als Macht nach dem Ende des Kalten Krieges zu einem immer wichtigeren Akteur im Aufbau der Sicherheitspolitik werden würde. In diesem Traum sollte Großbritannien der europäische Anker in den transatlantischen Beziehungen zu Amerika sein.
Irgendwann an der Wende vom ersten zum zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts legten der französische Präsident Nicolas Sarkozy und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel eine zentrale Arbeitsteilung fest. Demnach war Paris für die Sicherheit des Mittelmeerraums und Westafrikas zuständig, während Deutschland aufgrund seiner Beziehungen zu Russland für die Sicherheit Osteuropas und des Schwarzmeerraums „sorgen“ sollte.
Die letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass diese Pläne völlig gescheitert sind. Ein Element des schönen Traums von der Macht zerfiel nach dem anderen.
Der Brexit warf Großbritannien aus der Umlaufbahn der europäischen Integration heraus. Mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine brach die deutsche Ostpolitik zusammen. Die katastrophale Intervention in Libyen und die darauf folgenden Militärputsche in Mali, Burkina Faso und Niger sowie die dortige Verankerung russischer Söldner der Wagner-Gruppe zeigen deutlich, dass die französische Führungsrolle in der europäischen Sicherheitspolitik gegenüber Afrika vorerst in einem völligen Desaster endet.
Man könnte meinen, dass all diese Ereignisse ausreichen würden, damit die europäischen Eliten erkennen, dass sie ihre Träume aufgeben und zur Realität zurückkehren müssen.
Die einzige Reaktion auf die geopolitische Krise in Europa ist jedoch der Vorschlag, Mehrheitsentscheidungen im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik der EU zu etablieren, was de facto bedeutet, die Dominanz von Paris und Berlin zu akzeptieren.
Die aktuelle Situation erfordert jedoch ein grundlegendes Umdenken und Handeln in Europa. Vor einiger Zeit kursierte die Idee, einen Europäischen Sicherheitsrat aus EU-Ländern zu gründen.
Vielleicht lohnt es sich, darauf zurückzukommen, vorausgesetzt, es würde ein Mechanismus geschaffen, der auf den tatsächlichen militärischen Ressourcen der Staaten und ihren Kompetenzen im Bereich der internationalen Politik beruht. Die derzeitige Denkweise über die europäische Sicherheitspolitik ist leider immer noch eine Art Fata Morgana, die aus den alten imperialen und kolonialen Ambitionen der Mächte erwachsen ist.
Sie ignoriert das wachsende Potenzial der mittel- und osteuropäischen Länder, vor allem Polens, aber auch der baltischen und skandinavischen Staaten. Vor allem aber hat sie sich als völlig unwirksam erwiesen. Übersetzt mit Deepl.com

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