Sahra Wagenknecht hat eine Schlacht verloren, aber nicht den Krieg – was das BSW jetzt erwartet
Katja Wolf bleibt Landeschefin des BSW in Thüringen. Beim Landesparteitag konnte sich Sahra Wagenknecht nicht mit ihren Kandidaten durchsetzen. Ein Bericht aus Gera.
Knisternde Spannung lag in der Luft, als die Gäste des BSW-Landesparteitages im Kongresszentrum von Gera eintrafen.
Dieses Gebäude, das 1977 im Rahmen des damals verpflichtenden „sozialistischen Stadtumbaus“ eröffnet wurde, steht neben seiner für Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art herausragenden technischen und räumlichen Ausstattung auch für die Vergänglichkeit politischer Systeme, was aber sicher nicht der Grund für die Wahl des Tagungsortes war.
Als Thomas Geisel den Tagungsort betrat, der ehemalige SPD-Oberbürgermeister von Düsseldorf und jetzige EU-Abgeordnete für das BSW, erschien das einigen Anwesenden so, als würde rheinische Lebenslust auf die ernste Ausstrahlung des sozialistischen Realismus treffen. Geisel hatte einige Tage zuvor in einem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung seine Unterstützung für Katja Wolf und ihre Brombeer-Koalition bestätigt.
Im Präsidium der Partei, im Umfeld von Sahra Wagenknecht, dürfte sich der Europaparlamentarier damit keine Lorbeeren verdient haben, weshalb das Zusammentreffen mit Geisel sowie dem angereisten BSW-Generalsekretär Christian Leye frostig wirkte. Neben Leye war auch Shervin Hasgshemo anwesend, der stellvertretende Vorsitzende der Partei, der aber im Gegensatz zu seinen beiden Parteifreunden in Gera keine Rede hielt. Weiterlesen in berliner-zeitung.de
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