Scholz‘ Afrika-Reise: Wirtschaft warnt vor belehrendem Auftreten

Scholz‘ Afrika-Reise: Wirtschaft warnt vor belehrendem Auftreten

Olaf Scholz besucht Afrika. Die deutsche Wirtschaft wittert gute Geschäfte und gibt dem Kanzler einen guten Rat mit auf den Weg: Auf Augenhöhe und nicht mit erhobenem Zeigefinger auftreten! An wen hat man dabei wohl gedacht?

Scholz‘ Afrika-Reise: Wirtschaft warnt vor belehrendem Auftreten

Olaf Scholz besucht Afrika. Die deutsche Wirtschaft wittert gute Geschäfte und gibt dem Kanzler einen guten Rat mit auf den Weg: Auf Augenhöhe und nicht mit erhobenem Zeigefinger auftreten! An wen hat man dabei wohl gedacht?
Scholz' Afrika-Reise: Wirtschaft warnt vor belehrendem AuftretenQuelle: www.globallookpress.com © Michael Kappeler/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz bricht am Donnerstag zu seiner zweiten größeren Reise nach Afrika auf, in deren Verlauf er Kenia und Äthiopien besuchen wird. Die deutsche Wirtschaft begrüßt die Reise, warnt den Kanzler aber ausdrücklich vor belehrendem Auftreten.

Volker Treier, Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), sagte dem zur SPD-nahen Madsack Mediengruppe gehörenden RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND):

„Aus Sicht der Unternehmen ist es wichtig, die Wirtschaftsbeziehungen mit Afrika voranzutreiben.“

Das Interesse der deutschen Wirtschaft an Afrika sei sehr groß.

„Auch angesichts der aktuellen geopolitischen Herausforderungen sollten wir alle Chancen nutzen. Die Reise des Bundeskanzlers kommt somit zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt.“

Dabei sei auch die Art des Auftretens wichtig:

„Als Europäer konkurrieren wir in vielen Teilen der Welt auch mit anderen Mächten, die dort stark an Einfluss gewinnen – beispielsweise auch mit China. Umso mehr sollten wir vor Ort auf Augenhöhe und nicht etwa mit erhobenem Zeigefinger in der Rolle des Besserwissers auftreten.“

Treier dürfte sich mit dieser Äußerung auf die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock beziehen, deren Auftreten wiederholt als undiplomatisch und arrogant kritisiert worden war, zuletzt in China. Auch in Afrika war die deutsche Außenpolitik zuletzt unangenehm aufgefallen.

Im April hatte der Tschad den deutschen Botschafter ausgewiesen. Als Grund wurden die „unhöfliche Haltung“ des Diplomaten und die Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes genannt.

Im Gegenzug wies die Bundesrepublik Deutschland die Botschafterin des Landes in Berlin aus. Kritiker werteten dies als besonderen Ausdruck der von Baerbock postulierten „feministischen Außenpolitik“.

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