Schwere Verwundung: Muss der ukrainische Oberbefehlshaber Saluschnij den Dienst quittieren?

Schwere Verwundung: Muss der ukrainische Oberbefehlshaber Saluschnij den Dienst quittieren?

Das plötzliche „Untertauchen“ des obersten Kommandierenden der ukrainischen Armee, dem alle bisherigen Erfolge zugeschrieben werden und mit dessen Talent auch die ukrainischen Hoffnungen auf eine erfolgreiche Gegenoffensive verbunden waren, nährten Spekulationen über seinen Tod oder eine Verwundung. Letzteres scheint sich zu bestätigen.

Schwere Verwundung: Muss der ukrainische Oberbefehlshaber Saluschnij den Dienst quittieren?

Das plötzliche „Untertauchen“ des obersten Kommandierenden der ukrainischen Armee, dem alle bisherigen Erfolge zugeschrieben werden und mit dessen Talent auch die ukrainischen Hoffnungen auf eine erfolgreiche Gegenoffensive verbunden waren, nährten Spekulationen über seinen Tod oder eine Verwundung. Letzteres scheint sich zu bestätigen.
Schwere Verwundung: Muss der ukrainische Oberbefehlshaber Saluschnij den Dienst quittieren?Quelle: Gettyimages.ru © Andriy Andriyenko/SOPA Images/LightRocket

Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Waleri Saluschnij, ist seit mehreren Wochen nicht mehr öffentlich aufgetreten. Was angesichts seiner bisherigen medialen Präsenz Spekulationen über seinen Tod oder eine schwere Verwundung nährte.

Nun meldet RIA Nowosti, dass das plötzliche „Untertauchen“ des Kommandierenden, dem alle bisherigen Erfolge der ukrainischen Armee zugeschrieben werden und mit dessen Talent auch die ukrainischen Hoffnungen auf eine erfolgreiche Gegenoffensive verbunden waren, tatsächlich auf eine Verwundung zurückzuführen ist. Und mehr noch: Die Verwundung scheint so schwer zu sein, dass sich die Ukraine wohl nach einem neuen Kommandierenden für ihre Streitkräfte wird umsehen müssen.

Saluschnij habe bei einem russischen Raketenangriff Anfang Mai auf einen Gefechtsstand nahe dem Dorf Possad-Pokrowskoje bei Cherson Kopfverletzungen und mehrere Schrapnellwunden erlitten, wie ein Vertreter der russischen Sicherheitsdienste gegenüber RIA Nowosti unter Berufung auf seine Quellen bei den Streitkräften mitteilte. Ihm zufolge wurde der Offizier zur Erstversorgung nach Nikolajew und von dort mit einem Hubschrauber in ein Militärkrankenhaus in Kiew gebracht.

„In Nikolajew erhielt Saluschnij erste Hilfe, die Blutung konnte so gestoppt werden. Im Kiewer Militärkrankenhaus wurde er einer Schädeltrepanation unterzogen“, so die Quelle.

Der Informant fügte hinzu, dass der Zustand des Militärchefs durch das Vorhandensein einer Begleiterkrankung – Diabetes mellitus Typ 2 – erschwert werde. Die Genesungsaussichten seien laut der Quelle so, dass die ukrainische Armee wohl einen neuen Befehlshabenden benötigt:

„Die Prognose ist, dass er leben wird. Aber er wird nicht in der Lage sein, seine Arbeit zu machen.“

Auch nach Angaben der Hackergruppe „Joker DNR“, die sich auf Quellen in den ukrainischen Streitkräften beruft, hat sich Saluschnij mehreren komplizierten Operationen unterzogen und könnte aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten. Den Hackern zufolge würden Informationen über seinen Zustand auf Drängen der westlichen Staaten absichtlich zurückgehalten, um die Moral der ukrainischen Streitkräfte, die durch den Verlust von Artjomowsk bereits gesunken sei, nicht weiter zu untergraben.

Am 23. Mai erschien auf dem Telegram-Kanal Saluschnijs ein Beitrag, in dem es hieß, er habe ein Telefongespräch mit General Christopher Cavoli, dem Kommandeur der Gemeinsamen Streitkräfte der NATO in Europa und Befehlshaber der US-Armee in Europa, geführt. Es wurde in diesem Zusammenhang jedoch kein Foto oder Video des ukrainischen Oberbefehlshabers veröffentlicht.

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