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Aufmarsch mit Nazikorps
Von Susann Witt-StahlBerlin entwickelt sich zum Aufmarschgebiet faschistischer Horden. Kurz nach dem Besuch der »Asow«-Brigade der Kiewer Nationalgarde gönnte sich das »Russische Freiwilligenkorps« (RDK), das unter dem Kommando des ukrainischen Militärgeheimdiensts kämpft, seinen ersten großen Deutschlandauftritt. Kombattanten und einige Dutzend Unterstützer der paramilitärischen Neonazieinheit bildeten vergangenen Sonnabend einen Block auf der »Anti-Putin-Demo«, die am Potsdamer Platz startete und an deren Spitze die Witwe des rechten russischen »Dissidenten« Alexej Nawalny lief.
Auf dem blauen Fronttransparent und auf Fahnen des Blocks von »RDK« prangte das weiße Schild-und-Schwert-Verbandskennzeichen. Ebenso wurde die dem Truppenkennzeichen der SS-Panzerdivision »Das Reich« entlehnte »Asow«-Wolfsangel präsentiert – ein Symbol, das in der BRD verboten ist. Diverse Teilnehmer des Aufzugs scherten sich auch nicht um das geltende Vermummungsverbot und verbargen ihre Gesichter vollständig hinter Sturmmasken oder Tüchern. Einige verteilten Flugblätter mit »RDK«-Rekrutenwerbung – laut Strafrechtsparagraph 109 h eine Straftat –, auf denen sich die Nazicodes »88« für »Heil Hitler!« und »14« für die »Fourteen Words« der White-Supremacy-Bewegung finden. Nach derzeitigem Kenntnisstand griffen die anwesenden Polizeibeamten nicht ein. Wie Videos dokumentieren, konnte der Neonazimob sogar ungehindert die Morddrohung »Anstelle von Blättern werden Putinisten an den Bäumen hängen« skandieren. Weiterlesen in jungewelt.de
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