Bericht | Trumps „schwarze Internationale“ – und was Lenin dazu gesagt hätte …

Trumps „schwarze Internationale“ – und was Lenin dazu gesagt hätte … – GlobalBridge

Um der westlichen Medien- und Politiker-Macht zu widerstehen, aktiviert Russland alle Hebel, die es hat. Während Putin konservativ gestimmte Menschen im Westen anspricht, wenn er erklärt, Russland sei ein Garant für „traditionelle Werte“ und den Schutz der Familie, kümmert sich die Kommunistische Partei der Russischen Föderation auf internationaler Ebene um die gesellschaftlichen Strömungen, die in […]

Am II. Antifaschistischen Forum in Moskau haben zahlreiche Delegationen aus ganz verschiedenen Ländern teilgenommen. Auf dem Bild die Delegation aus Südafrika. (Foto Ulrich Heyden)

Bericht | Trumps „schwarze Internationale“ – und was Lenin dazu gesagt hätte …

in Geschichte, Politik, Wirtschaft

Um der westlichen Medien- und Politiker-Macht zu widerstehen, aktiviert Russland alle Hebel, die es hat. Während Putin konservativ gestimmte Menschen im Westen anspricht, wenn er erklärt, Russland sei ein Garant für „traditionelle Werte“ und den Schutz der Familie, kümmert sich die Kommunistische Partei der Russischen Föderation auf internationaler Ebene um die gesellschaftlichen Strömungen, die in einer antifaschistischen Tradition stehen, wie kommunistische Parteien und Verbände von Widerstandskämpfern gegen die nationalsozialistische Herrschaft in Europa. Vom 21. bis zum 24. April veranstaltete die Kommunistische Partei der Russischen Föderation (KPRF) das II. Internationale Antifaschistische Forum.(1)  Das russische Fernsehen, das die russischen Kommunisten sonst gerne übergeht, berichtete über das Forum diesmal ausführlich.(2) Wladimir Putin und der russische Ministerpräsident Michail Mischustin schickten Grußtelegramme. 

Das Forum mit 400 Teilnehmern fand statt im „Ritz-Carlton“, einem Hotel der oberen Preisklasse, nicht weit vom Kreml. Gekommen waren 164 – meist kommunistische – Delegierte aus 91 Ländern, darunter USA, England, Deutschland, Frankreich, Italien.(3)

Anlass war der Geburtstag von Lenin am 21. April und der bevorstehende Feiertag der Befreiung am 9. Mai. Die Delegierten sprachen von der Gefahr, dass der Faschismus, mit Unterstützung der USA, international immer stärker wird. Als Beispiele wurden das politische System in der Ukraine und der Völkermord in Gaza genannt.

In dem von Wladimir Putin übermittelten Grußtelegramm (3, mit deutscher Übersetzung) an die Konferenz heißt es, es sei wichtig, „dass wir unsere Kräfte vereinen, um zu verhindern, dass sich auf der Erde Rassismus, Nazismus, Faschismus, Russophobie, Antisemitismus und andere aggressive Ideologien ausbreiten, die sich auf dem Schüren von Hass, Intoleranz und einer Propaganda der nationalen Überlegenheit gründen.“

Was ist aktuell an „Lenins Lehre“?

Begrüßt wurden die Teilnehmer des Forums vom Vorsitzenden der KPRF, Gennadi Sjuganow, der, obwohl er schon 80 Jahre alt ist, sein langes Einleitungsreferat im Stehen hielt. Der Faschismus, den die Sowjetunion 1945 besiegt habe, sei eine Ausgeburt des Imperialismus, erklärte der Parteivorsitzende. Der Nazismus habe „dem Klasseninteresse der Bourgeoise“ entsprochen.

Auf der Konferenz gab es drei Workshops zu den Themen. „Lenins Lehre über den Imperialismus und Faschismus“, „Faschismus als Gefahr für die Sicherheit und die Zusammenarbeit in Europa“ und „Nazismus und Faschismus als gesetzmäßige Folgen des kolonialen Kapitalismus“.

Als unabhängiger Journalist besuchte ich den Workshop zu „Lenins Lehre“, weil ich hoffte, dort etwas über die ideologischen Kerngedanken der KPRF zu erfahren. Weiterelesen in globalbridge.ch

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