Minister zum BSW-Chaos

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Minister zum BSW-Chaos

„Das halte ich für einen schweren Fehler“
Interview
01.05.2025Vergrößern des Bildes
Sahra Wagenknecht bei einer Pressekonferenz (Archivbild): Sie forderte eine Trennung von Partei- und Regierungsämtern. (Quelle: IMAGO/Peter Hartenfelser)

Bei der Vorstandswahl beim BSW in Thüringen eskalierte ein Machtkampf zwischen der Parteichefin Sahra Wagenknecht und der Landeschefin Katja Wolf. Deren Mitstreiter Steffen Schütz kritisiert im t-online-Interview nun die Parteispitze in Berlin.

Im Thüringer Landesverband des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) ist es im Zuge der Vorstandswahlen zu einem offenen Machtkampf gekommen. Anlass war die Kandidatur zweier Lager: Einerseits Katja Wolf, die von Teilen der Basis unterstützt wurde, andererseits die von der Bundesspitze um Generalsekretär Christian Leye favorisierte Kandidatin Anke Wirsing.

Kritiker warfen der Parteiführung vor, einseitig in die Landesparteiarbeit eingegriffen und dadurch eine unnötige Eskalation heraufbeschworen zu haben. Der Konflikt kulminierte schließlich auf dem Landesparteitag, wo sich Katja Wolf klar durchsetzte. Der Bundesverband und auch die Parteichefin Sahra Wagenknecht gelten nun politisch als schwer beschädigt.

Es war nicht der erste Versuch der Bundespartei, auf den Thüringer Landesverband Einfluss zu nehmen. So wurden schon einmal über Nacht mehr als 20 Mitglieder neu aufgenommen, die zum Wagenknecht-Lager zählten. Seitdem ist die Stimmung angespannt. Der ehemalige BSW-Co-Vorsitzende Steffen Schütz, der sich im Streit über die neuen Vorstandswahlen zurückgezogen hatte, kritisiert im Interview mit t-online das Vorgehen der Bundespartei – und vor allem das Handeln des Generalsekretärs Christian Leye.

t-online: Hat es sich in Thüringen ein wenig „ausgewagenknechtet“, nachdem dort so klar Position bezogen wurde – auch gegen die Haltung der Parteispitze?

Steffen Schütz: Leider haben wir zugelassen, dass der Eindruck entstand, es ginge hier um ein Battle zwischen Frau Wagenknecht und Frau Wolf. Die Presse hat das Thema teilweise wie ein Beziehungsdrama inszeniert, bei dem ich mir mitunter wie der tragische Held vorkam. Allerdings kann man der Presse keinen Vorwurf machen. Denn die Steilvorlagen hat das BSW leider selbst geliefert. Zum einen mit der Forderung nach einer Trennung von Amt und Mandat, von der weder beim Bundesparteitag noch während unserer Gespräche mit dem Bundesvorstand jemals die Rede war. Weiterlesen bei t-online.de

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