»Politisches Engagement ist nicht erwünscht«

Aus: Ausgabe vom 06.05.2025, Seite 2 / Inland
Universitäten auf Regierungslinie

»Politisches Engagement ist nicht erwünscht«

Studenten der Uni Tübingen protestieren gegen proisraelische Veranstaltung und fordern Zivilklausel statt Staatsräson. Ein Gespräch mit Marie R.
Interview: Matthias Rude
 
Bei den Regierenden ist politischer Aktivismus willkommen, der nicht der außenpolitischen Linie widerspricht: DIG-Kundgebung in Köln (7.10.2023)

 

Marie R. spricht für das Unikomitee für Palästina (UKFP) von Studenten der Universität Tübingen

Das Komitee für Palästina an der Universität Tübingen hat Protest gegen eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, DIG, angekündigt, bei der an diesem Dienstag über jüdische Studierende und deren Umstände gesprochen werden soll. Was kritisieren Sie und die Organisation »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« daran?

 

Die DIG ist keine jüdische Gruppe und kein Kulturverein, sondern eine Lobbyorganisation für deutsch-israelische Außenpolitik, die die Kriegführung in Gaza unterstützt. Auf ihrer Website bekundet die DIG Stuttgart prominent ihre »Solidarität mit den israelischen Streitkräften«. Wenn eine solche Organisation eine Veranstaltung zur »Situation jüdischer Studierender« durchführt, wird jüdische Identität mit der politischen Ideologie des Zionismus gleichgesetzt – eine inakzeptable Vereinnahmung. Weiterlesen in jungewelt.de

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