Lorenzo Salomons
Meine Kritik an Ihren Aussagen auf der Münchener Sicherheitskonferenz
Sehr geehrter Herr Pistorius,
Sie setzen sich sehr dafür ein, dass die Ukraine weiterhin mit Waffen beliefert wird und Deutschland militärisch aufrüstet.
Als langjähriger SPD-Sympathisant halte ich diese Politik aus folgenden Gründen für falsch.
Erstens hat sie in der Ukraine nur dazu geführt, dass Russland heute viel stärker geworden ist und das gespaltene Land in der Folge Gebiete verlieren wird.
Zweitens ist die Behauptung, Russland wolle früher oder später in ein NATO-Land einfallen nicht eindeutig belegt, widerspricht sämtlichen Aussagen Putins, sowie auch expressis verbis der offiziellen Einschätzung der USA , nachzulesen im ANNUAL THREAT ASSESSMENT OF THE INTELLIGENCE COMMITTEE OFFICE OF THE DIRECTOR OF NATIONAL INTELLIGENCE, Seite 14, vom 5.2.2024.
Drittens hat der Westen die roten Linien Russlands, noch aus der Zeit vor der 1. Präsidentschaft Putins, überschritten. Davor haben u.a.der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt, sowie der Journalist und Autor Scholl-Latour explizit gewarnt. In einer neuen europäischen Sicherheitsarchitektur, welche die Sicherheitsinteressen Russlands besser als bisher berücksichtigt, sollte auch die Chance einer umfänglichen Friedensordnung inklusive der militärischen Abrüstung Russlands ergriffen werden.
Ich verwehre mich auch dagegen, dass Sie, u.a. mit Bezug auf die Bundespressekonferenz, den NACHDENKSEITEN „Propaganda für Russland“ unterstellen. Dort lesen und engagieren sich viele ehemalige SPD-Mitglieder.
Mit freundlichen Grüßen
Lorenzo Salomons früher Minden/Westf., jetzt Banska Bystrica/Slowakei
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